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Zwangserkrankungen

Zwangserkrankungen (engl. obsessive-compulsive disorder) sind eine Form von psychischen Erkrankungen. Dies sind regelmäßig und in extremer Form ausgeführte Handlungen, die von dem normalen Verhalten abweichen und den Betroffenen im Alltag beeinträchtigen, z. B. ein Putz-Zwang. Zwangserkrankungen sind durch die Entwicklung menschlicher sogenannter Obsessionen (beängstigende, furchterregende oder störende Gedanken) gekennzeichnet. Der Patient versucht ständig und erfolglos, die durch Zwänge und den damit verbundenen Gedanken hervorgerufene Angst loszuwerden.

Ursachen von Zwangserkrankungen

Die Abweichungen entstehen aufgrund der genetischen Veranlagung von Patienten mit psychasthenischem Persönlichkeitstyp (klassifiziert als Neurose) sowie vor dem Hintergrund familiärer Probleme. Patienten mit neuroseartigen Erkrankungen in der latenten Form von Schizophrenie, Epilepsie, Depression, den Auswirkungen von Schädel-Hirn-Verletzungen und somatischen Pathologien neigen daher dazu, Zwangserkrankungen zu entwickeln.

Viele Experten vermuten, dass bei der Entwicklung der Pathologie hauptsächlich psychische Störungen und konditionierte Reflexreize eine Rolle spielen, die aufgrund der Übereinstimmung mit anderen unangenehmen Faktoren, die zuvor die Angst eines Menschen verursacht hatten, die Krankheit auslösen.

Welche Symptome der Zwangserkrankungen manifestieren sich?

Obsessionen (sich wiederholende zwanghafte Gedanken) und Zwangshandlungen (obsessive und ermüdende rituelle Handlungen) werden als das Hauptsymptom der Pathologie angesehen. Einfach ausgedrückt ist die Grundlage dieser Störung das Obsessivitätssyndrom: Ein Zusammenspiel von Ängsten, Gedanken und Erinnerungen, die unabhängig von den Wünschen der Person auftreten, vor dem Hintergrund des Bewusstseins der gesamten Verletzlichkeit der Situation und ihrer kritischen Haltung. Der Patient ist sich der Gefahr und Irrationalität solcher Verstöße bewusst, kann sie jedoch nicht alleine bewältigen.

Zum größten Teil werden Obsessionen von einer Person als von innen heraus wahrgenommen. Solche Patienten zeichnen sich durch die Einhaltung von ängstlichen Ritualen aus, wie beispielsweise systematisches Waschen der Hände, häufiges Wechseln der Unterwäsche und das Tragen individueller Schutzverbände, die eine Person vor Infektionen schützen sollen. Alle Versuche, obsessive Gedanken loszuwerden, verursachen einen schweren inneren Kampf, der von schwerer Angst begleitet wird.

Behandlung von Zwangserkrankungen

Eine vollständige Genesung tritt sehr selten auf, die Krankheit kann jedoch in einen Zustand anhaltender Remission überführt werden. In einer milden Form der Störung kann der Patient ambulant behandelt werden, gleichzeitig ist eine Rückbildung der Krankheit erst nach einem Jahr intensiver Behandlung möglich. Schwerwiegende Formen der Krankheit sind komplizierter zu therapieren. Die Behandlung solcher Störungen basiert auf der Einnahme von Antidepressiva, Anxiolytika, Neuroleptika und Betablockern bei betroffenen Patienten.

Wie kann man Zwangserkrankungen vorbeugen?

Um das Entstehen einer Störung zu verhindern, ist der Einsatz sozialer Rehabilitation angezeigt, die auf der Normalisierung von familiären Beziehungen und dem Erlernen der richtigen Interaktion mit anderen basiert.

 

 

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Psychologischer Psychotherapeut/Psychotherapeutin
Persönlichkeitsstörungen
Neurosen

 


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Frau Dr. Ute Bavendamm

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