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Polyneuropathie

Eine Polyneuropathie (engl. polyneuropathy) ist eine Schädigung der Nerven, die zu Schmerzen und Missempfindungen in Armen und Beinen führen kann. Polyneuropathien treten in der Folge verschiedener Erkrankungen auf. Sie werden bei etwa 2,5 % der Menschen diagnostiziert, bei älteren Menschen ist diese Zahl höher – etwa 8 %.

Symptome

Manchmal entwickelt sich die Krankheit über mehrere Jahre hinweg, kann jedoch auch innerhalb weniger Wochen plötzlich auftreten. Die Symptome bei Polyneuropathien sind immer sehr ähnlich, unabhängig davon, was genau die Krankheit verursacht hat. Die Anzeichen können sowohl stark als auch schwach ausgeprägt sein:

  • Muskelschwäche der oberen und unteren Extremitäten;
  • Abnahme der Empfindlichkeit (bis zu ihrem vollständigen Verschwinden) von Reflexen;
  • Auftreten von ungeklärten starken Schmerzen;
  • seltsame Empfindungen in den Gliedern wie Gänsehaut oder Brennen;
  • Schwellung der Beine und Arme;
  • Zittern der Finger, manchmal unwillkürliches Muskelzucken;
  • Schwitzen, das nicht von der Umgebungstemperatur und körperlicher Anstrengung abhängt;
  • Atemwegserkrankungen, Kurzatmigkeit, erhöhter Herzschlag;
  • Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Koordinationsstörungen (besonders bei geschlossenen Augen);
  • langsame Wundheilung.

Welche Ursachen der Polyneuropathie gibt es?

Polyneuropathien können u. a. verursacht werden durch:

  • Diabetes mellitus: in diesem Fall sind normalerweise die unteren Gliedmaßen von einer Polyneuropathie betroffen;
  • kritischer Vitamin B-Mangel;
  • Exposition gegenüber Toxinen: hierzu zählen sowohl chemische Mittel (einschließlich Alkohol) als auch Vergiftungen bei Infektionskrankheiten;
  • Verletzungen: hierzu gehören auch Nervenquetschungen, die für Erkrankungen der Wirbelsäule wie Osteochondrose und Bandscheibenvorfälle charakteristisch sind;
  • Guillain-Barré-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung, die sich häufig nach Infektionskrankheiten entwickelt;
  • erblicher Faktor: Es ist bekannt, dass einige Stoffwechselstörungen genetisch übertragen werden können.

Formen der Polyneuropathie

Die Medizin unterscheidet verschiedene Formen der Polyneuropathie:

  • sensorische (Sensibilitätsstörungen der betroffenen Gliedmaßen: Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Gänsehaut, Brennen);
  • motorische (Muskelschwäche, bis hin zur völligen Unfähigkeit, eine Hand oder einen Fuß zu bewegen);
  • sensomotorische (die Symptome der sensorischen und motorischen Polyneuropathie kombiniert);
  • vegetative (Schwitzen, Blässe der Haut, Schwindel, Verdauungsstörungen und Verstopfung, Tachykardie (Herzrasen), Atemnot);
  • gemischte Formen, bei denen alle oben genannten Symptome beobachtet werden.

Wie kann man diese Krankheit diagnostizieren?

Die Diagnose beginnt mit einer Konsultation eines Neurologen: Der Arzt untersucht die betroffenen Gliedmaßen und überprüft die Reflexe. Bei Verdacht auf eine Polyneuropathie sollte eine allgemeine Blutuntersuchung und eine Elektroneuromyographie (eine Kombination aus Elektroneurographie und Eletromyographie) durchgeführt werden – ein Test, der misst, wie das Signal durch die Nerven fließt. Manchmal ist eine Nervenbiopsie erforderlich.

Wie wird die Polyneuropathie behandelt?

Im Falle einer Polyneuropathie, deren Ursache Diabetes ist, sind die Bemühungen darauf gerichtet, den Glucosespiegel zu senken. Wenn die Ursache des Problems ein Mangel an B-Vitaminen ist, muss dieser Mangel behoben werden. Die Vitamintherapie wird sehr häufig bei der Behandlung von Polyneuropathie eingesetzt. Physiotherapeutische Techniken, insbesondere die Elektrophorese, werden ebenfalls bei der Behandlung verwendet.

 

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