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Bandscheiben: Vereisung

Die Vereisung (engl. Cryotherapy), auch „Kryotherapie“, „Kryochirurgie“ oder „Kryodenervation“ genannt, ist eine Schmerztherapie bei Bandscheibenleiden. Die für den Rückenschmerz verantwortlichen Nervenfasern werden durch Kälte betäubt. Die Bandscheiben (engl. intervertebral disc) nehmen die Belastung der Wirbelsäule und sorgen gleichzeitig für ihre Flexibilität. Ein erheblicher Teil der Lendenschmerzen wird durch Erkrankungen der Bandscheiben verursacht.

Was passiert bei der Vereisung von Bandscheiben?

Die Kryotherapie ist ein physiotherapeutisches Verfahren, dessen Wirkung auf der Reaktion des Körpers auf die Unterkühlung der äußeren (Rezeptor-) Schicht der Haut beruht. Es wird zwischen allgemeiner und lokaler Kryotherapie unterschieden, die trotz der Ähnlichkeit der körperlichen Wirkungen grundsätzlich unterschiedliche Ergebnisse liefern. Allgemeine Kryotherapie reizt das gesamte Rezeptorfeld der Haut und wirkt sich auf das zentrale Nervensystem aus. Lokale Kryotherapie verursacht lokale Effekte, die durch einfachere Kühlmittel erzielt werden können.

Indikationen für die Kryotherapie

  • Die Patienten klagen häufig über lokalisierte Schmerzen im Nacken, in der Brust oder in der Lendenwirbelsäule. In solchen Fällen sind die Schmerzen konstant oder plötzlich und treten mit einer vorübergehenden Blockierung der Beweglichkeit des Wirbelsäulensegments auf, in dem das schmerzhafte Gefühl auftrat. Der Schmerz dauert zwischen einigen Sekunden bis 2-3 Minuten an. In dieser Situation kann die Vereisung als eine minimal-invasive Methode angesehen werden, die darauf abzielt, diese Schmerzen zu reduzieren.
  • Zustand nach Wirbelsäulenchirurgie, bei der Patienten weiterhin über Schmerzen in verschiedenen Wirbelsäulenabschnitten klagen.
  • Progressive, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, bei denen eine Behandlung zur Beseitigung der Schmerzursachen nicht möglich ist.

Durchführung der Bandscheiben-Vereisung

Nach einer Lokalanästhesie wird dem Nerv eine dünne Nadel zugeführt. Um den betroffenen Nerven zu lokalisieren, werden bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall) und elektrische Stimulation eingesetzt. Dann erfolgt die Einführung von Kälte bis zur Nadelspitze. Das Eis weit eine Temperatur von -50 bis -60 °C auf. Die Kälte bewirkt eine Regeneration des betroffenen Nervs. Die ersten 30 Sekunden können schmerzhaft sein. Das Einfrieren erfolgt an mehreren benachbarten Stellen. Der gesamte Vorgang dauert zwischen 15 und 30 Minuten. Nach einer kurzen Beobachtung des Zustands des Patienten kann man die Klinik verlassen.

Die Vorteile der Methode liegen vor allem darin, dass das Einfrieren des Nervs ohne operativen Eingriff und ohne Vollnarkose erfolgt, da die Haut unter örtlicher Betäubung punktiert wird.

Was passiert nach der Kryotherapie?

Der Nerv kann keine weiteren Schmerzimpulse übertragen. Gleichzeitig gibt es keinen Nervenbruch, sondern nur das Einfrieren – anschließend regeneriert sich der Nerv. Das Prinzip der Kälteanwendung besteht darin, alle wärmeleitenden Strukturen in der Nähe auszuschalten.

Der erzielte positive Effekt hält etwa 1 Jahr an. Nach einer Kryotherapie im betroffenen Bereich verbessert sich die Mikrozirkulation von Blut und Lymphe, Muskelverspannungen und -schmerzen werden gelindert und der Stoffwechsel wird wiederhergestellt.

Welche Gegenanzeigen für die Vereisung von Bandscheiben gibt es?

  • Erkrankungen der peripheren Gefäße, bei denen der arterielle Blutkreislauf gestört ist (Arteriosklerose der peripheren Gefäße, Raynaud-Krankheit);
  • akute Thrombose;
  • systemische Blutkrankheiten;
  • Intoleranz gegenüber Kälte;
  • Kinder unter fünf Jahren.

 

 

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