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Rücken: Kyphoplastie

Die Kyphoplastie (engl. kyphoplasty) ist ein Verfahren zur Behandlung von Wirbelbrüchen. Hierbei wird ein Ballon mit einem Schlauch in einen gebrochenen Wirbel eingeführt, wo er an der entsprechenden Stelle mit einem Kontrastmittel aufgefüllt wird. Dadurch richtet sich der Wirbel auf. Der Schlauch mit dem Ballon wird nach der Aufrichtung wieder entfernt, die verbleibenden Hohlräume werden mit Biozement aufgefüllt. Der Eingriff wird unter Röntgenkontrolle durchgeführt.

Indikationen für eine Kyphoplastie

Die Hauptindikationen sind Kompressionsfrakturen der Wirbelkörper infolge von Osteoporose, Verletzungen oder Krebs. Sie äußern sich in starken Schmerzen, Wirbelsäulenverkrümmungen und Bewegungseinschränkungen.

Kontraindikationen für die Kyphoplastie

Gegenanzeichen für diese Operationen können absolut und relativ sein. Zu den absoluten Kontraindikationen zählen:

Relative Kontraindikationen:

  • Grad der Abnahme der Wirbelhöhe. Die Kyphoplastie sollte nicht angewendet werden, wenn die Höhe des Wirbels um mehr als 70 % abgenommen hat. Andere sind der Ansicht, dass die Kyphoplastie auch bei einer Verringerung der Körpergröße um 75 % eingesetzt werden kann, jedoch zweiseitig sein sollte.
  • Instabile Frakturen, Zerstörung der hinteren Wirbelkörperwand, Verengung des Wirbelkanals – alle diese Zustände erhöhen das Risiko einer Schädigung des Rückenmarks, wenn bereits eine geringe Menge Knochenzement in den Wirbelkanal gelangt.

Vorbereitung und Durchführung der Kyphoplastie

Vor der Operation müssen einige Untersuchung vorgenommen werden: eine Röntgenaufnahme in zwei Projektionen, Computertomographie und Magnetresonanztomographie. Eine besondere Vorbereitung des Patienten ist nicht erforderlich. In einigen Fällen wird dem Patienten vor der Operation ein Antibiotikum verabreicht, um infektiösen Komplikationen vorzubeugen. Der Patient liegt auf dem Bauch, gepolstert mit Rollen. Die richtige Position verringert den Druck auf den beschädigten Wirbel. Meistens ist eine lokale Betäubung für die Operation ausreichend.

Der Einschnitt ist max. 1 cm groß, durch den ein spezieller Schlauch in den Wirbel eingeführt wird. Ein entleerter Ballon mit röntgendichten Markierungen wird durch den Schlauch in den Wirbelkörper eingebracht und dann langsam und allmählich aufgeblasen. Wenn sich unter der Wirkung eines Ballons ein Hohlraum bildet, wird er weggeblasen und entfernt. Osteoplastisches Material wird in pastösem Zustand eingebracht. Nach Beendigung der Füllung werden die Arbeitsgeräte entfernt. Der gesamte Vorgang dauert ca. 30 Minuten. Der Patient kann am nächsten Tag nach der Operation aufstehen, normalerweise zur gleichen Zeit, zu der er nach Hause entlassen wird.

Was passiert nach dem Eingriff?

Die Rehabilitation nach der Kyphoplastie kann das Tragen eines Stützkorsetts sowie Übungen für die Rückenmuskulatur umfassen. Die Rehabilitationsdauer beträgt im Durchschnitt zwei Wochen und wird ambulant durchgeführt.

 

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  Evangelisches Krankenhaus BETHESDA zu Duisburg GmbH

Herr Dr. Dietmar A. Kumm

Facharzt für Orthopädie - Spezielle Orthopädische Chirurgie
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