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Arzt finden: Autogenes Training (1 Treffer) - Seite 1

Herr Dr. Peter Tamme

Facharzt für Anästhesiologie
  • Die Schmerzpraxis am Uni-Campus
  • Heinrich-Böll-Straße 34 21335 Lüneburg
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Autogenes Training

Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, die auf Selbstbeeinflussung (Autosuggestion) beruht. Durch erlerntes Vorstellungsvermögen soll der vorgestellte Effekt erreicht werden, z. B. „Mein Arm ist warm.“ Die Methode dient der psychischen Entladung und Befreiung von Nervenbelastungen durch häufige Wiederholung spezieller optimistisch-mobilisierender Formeln. Sie wurde von dem deutschen Psychiater und Psychotherapeuten Johann Schultz entwickelt.

Wie funktioniert Autogenes Training (AT)?

Die Methode des autogenen Trainings basiert auf der Anwendung von Muskelentspannung, Selbsthypnose und Autodidaktik (Selbstbildung). Als „Verwandter“ der Hypnotherapie unterscheidet sich AT vorteilhaft von letzterer dadurch, dass der Patient aktiv an dem Therapieprozess beteiligt ist –im Gegensatz zur passiven Rolle des Patienten bei einer Hypnose Behandlung.

Stufen des AT

Nach SCHULTZ gibt es zwei Stufen des Autogenen Trainings:

  • die niedrige Stufe: Entspannungstraining mit Hilfe von Übungen, die darauf abzielen, ein Gefühl von Schwere und Wärme zu erzeugen. Dabei wird auch der Rhythmus von Herzaktivität und Atmung beherrscht.
  • die höhere Stufe: Autogene Meditation – die Schaffung von Trance-Zuständen auf verschiedenen Ebenen.

Ablauf des Autogenen Trainings

Die niedrige Stufe besteht aus sechs Standardübungen, die von Patienten in einer von drei Haltungen (sitzende, liegende, halb liegende Position) ausgeführt werden. Die Übungen werden durch eine mentale Wiederholung (5-6-mal) der entsprechenden Formeln der Selbstbeeinflussung durchgeführt, die vom Trainingsleiter veranlasst werden. Vor jeder der Standardübungen steht das Formelziel: „Ich bin vollkommen ruhig“.

Die Übungen der höheren Stufe werden verwendet, um bestimmte komplexe Erfahrungen zu erstellen. Das Training besteht darin, bei geschlossenen Augen eine helle mentale Repräsentation einer bestimmten Farbe zu nennen, dann eine Idee eines Objekts. Wenn dieser Zustand erreicht ist, wird vorgeschlagen, abstrakte Begriffe zu „sehen“, beispielsweise Glück, Schönheit usw. In diesem Fall gibt es verschiedene Ideen, die sich gegenseitig verändern. Nach SCHULTZ ist dieses Stadium analog zur Katharsis bei Hypnose.

Behandlungserfolge des AT

Autogenes Training ist zur Behandlung von Neurosen, Funktionsstörungen und psychosomatischen Erkrankungen (u. a. Kopfschmerzen), insbesondere bei Neurasthenie angezeigt. Niedrige AT-Ergebnisse werden bei der Behandlung von Hysterie-, Psychasthenie- und Hypochondriesyndromen gezeigt. Diese Technik ist bei der Behandlung des Zwangssyndroms bei Patienten mit Zwangsstörungen praktisch wirkungslos.