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Kinderwunsch: ICSI

Was ist die intracytoplasmatische Spermieneinjektion?

Die intrazytoplasmatische Injektion einer Samenzelle in eine Eizelle (ICSI) ist eine Methode, bei der eine vorgewählte lebensfähige Samenzelle mithilfe spezieller mikrochirurgischer Instrumente manuell mikroskopisch in die Eizelle eingeführt wird. ICSI ist eine der unterstützenden Methoden der künstlichen Befruchtung. Bei weiblicher Unfruchtbarkeit verwendet man die IVF-Methode (In-Vitro-Fertilisation) und bei männlicher Unfruchtbarkeit die ICSI-Methode. Bei der ICSI ist nur ein Spermatozoon für jede reife Eizelle benötigt.

Das Prinzip der ICSI liegt darin, dass sie die Eizelle zwingt, sich von nur einem Samenfaden befruchten zu lassen. Dazu wird die Eizelle mit einer dicken Glaskanüle fixiert und mithilfe einer sehr feinen Pipette ein Spermium unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle eingespritzt. Der Samenfaden ist in der Kanüle zu sehen.

Was sind Indikationen für ICSI?

  • niedrige Ejakulatqualität – unzureichende Konzentration der Spermien im Ejakulat oder niedrige Konzentration der beweglichen Spermien. Gleichzeitig haben die Spermien nicht genügend Energie, um selbständig in die Eizelle einzudringen und diese zu befruchten;
  • wiederholte erfolglose IVF-Versuche im Basisprogramm;
  • das Vorhandensein von Antispermien-Antikörpern, die das unabhängige Eindringen der Spermien in die Eizelle stören können;
  • Alter der Frau: Nach 40 Jahren kann die Eizellenhülle dichter werden, weshalb auch vollwertige Spermien diese Barriere nicht durchdringen können.

Welche Vorbereitung ist erforderlich?

Für beide Partner sind folgende Tests erforderlich: urogenitale Erkrankungen, HIV, Hepatitis Typ B und C.

  • für Frauen: allgemeine klinische Blutanalyse, Analyse auf Antikörper gegen Rötelnvirus, Koagulogramm, Abstrichuntersuchung und zytologische Analyse des Gebärmutterhalses, Urinanalyse, Ultraschall der Beckenorgane, EKG, bis zu 35 Jahre – Brustultraschall, nach 35 – Mammographie;
  • für Männer: Das Verfahren zur Stimulierung der Eierstöcke, zur Gewinnung einer Eizelle und zur Gewinnung von Spermien ist dasselbe wie bei der klassischen IVF.

Wie wird die ICSI durchgeführt?

Zunächst erfolgen die Behandlung des Spermas und die Freisetzung aus der Samenflüssigkeit. Aus den Schutzschichten werden Eizellen freigesetzt. Ein Embryologe untersucht unter Laborbedingungen die Qualität des gewonnenen Biomaterials. Unzureichend reife Eier werden einige Zeit im Brutschrank inkubiert. Für die ICSI wählt der Embryologe vollwertige Eier und die aktivsten Spermien aus.

Nachdem ein Spezialist unter einem Mikroskop mit einer Glas-Mikronadel den Schwanz des ausgewählten Spermas „abgeschnitten“ hat, nimmt er den verbleibenden Kopf und führt ihn in die Eizelle ein. Das genetische Material wird kombiniert und die Embryoentwicklung beginnt. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Tage. Danach wird der sich entwickelnde Embryo wie bei der klassischen IVF in die Gebärmutterhöhle gelegt.

Welche Kontraindikationen hat die ICSI?

  • akute entzündliche Prozesse jeglicher Lokalisation;
  • Abnormitäten der Gebärmutterstruktur, bei denen die Implantation des Embryos unmöglich ist;
  • eine Reihe von psychischen und somatischen Erkrankungen;
  • onkologische Erkrankungen (Krebs);
  • HIV-Infektion;
  • bösartige Neubildungen jeglicher Lokalisation;
  • Fehlbildungen der Gebärmutter, die es unmöglich machen, einen Fötus zu tragen;
  • schwerer Diabetes;
  • schwere Erkrankungen des Nervensystems;
  • Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße.

 

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Herr Hans-Jürgen Gräber, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Karlsruhe

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