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Dialyse: Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse)

Was ist die Baufelldialyse?

Die Peritonealdialyse ist eine Methode der künstlichen Blutwäsche bei Nierenversagen: Über einen im Bauch liegenden Schlauch wird mehrmals täglich eine Dialyselösung eingeführt, die zu filternde Stoffe aus dem Blut aufnimmt.

Arten der Bauchfelldialyse

Im Bauchraum jedes Menschen befindet sich der Peritonealraum. Dieser Raum wird durch eine dünne Schicht begrenzt, die als Peritoneum bezeichnet wird. Das Peritoneum ist eine natürliche Membran, die als Filter verwendet wird, um das Blut zu reinigen und überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.

Die Peritonealdialyse kann auf zwei Arten durchgeführt werden:

  • Manuell: „PAPD“ (permanent ambient dialysis) wird in der Regel am Nachmittag durchgeführt;
  • Automatisiert: die automatisierte Peritonealdialyse (APD), die ein so genanntes Cycler-Gerät verwendet, wird in der Regel nachts durchgeführt.

Wie wird die Peritonealdialyse durchgeführt?

Bei der Bauchfelldialyse wird eine spezielle Flüssigkeit, die Dialyselösung genannt wird, über einen kleinen Kunststoffschlauch, den sogenannten Katheter, in die Peritonealhöhle geführt. Die Dialyselösung verbleibt mehrere Stunden lang in der Bauchhöhle. Während dieser Zeit gelangen Stoffwechselprodukte und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut durch das Peritoneum in die Dialyselösung.

Nach einigen Stunden wird die verbrauchte Dialyselösung abgelassen und durch eine neue ersetzt. Dieser Prozess wird als Peritonealaustausch bezeichnet und wird vier- bis fünfmal täglich wiederholt.

Was sind die Indikationen für diese Form der Dialyse?

  • akutes Nierenversagen, das nicht auf die normale Behandlung anspricht
  • präoperative Stabilisierung bei schwerer Urämie (Urin im Blut) mit Harnwegsrupturen
  • bei schweren entzündlichen Erkrankungen des Bauchfells, wie Bauchspeicheldrüsenentzündung oder bakterieller Peritonitis (Bauchfellentzündung) ist die Peritonealdialyse manchmal sinnvoll
  • in seltenen Fällen schwerer Unterkühlung kann die Peritonealdialyse zur schnellen inneren Erwärmung eingesetzt werden

Wann sollte keine Bauchfelldialyse durchgeführt werden?

Die Peritonealdialyse kann nicht bei Kachexie (krankhafte Abmagerung), Ruptur von Bauchorganen und Zwerchfell, Darmverschluss, eitriger Bauchfellentzündung oder Bauchdeckeninfektionen eingesetzt werden.

In der frühen postoperativen Phase kann die Bauchfelldialyse in der Bauchhöhle zu Peritonitis (Bauchfellentzündung), langsamer Wundheilung und Eindringen der Dialyselösung in das Unterhautgewebe und die Muskulatur führen.

Zu den relativen Kontraindikationen zählen:

  • Peritonealverdickung;
  • Hepatosplenomegalie (gleichzeitige Vergrößerung der Leber und Milz);
  • polyzystische Nierenerkrankung;
  • Schwangerschaft;
  • vordere abdominale Narbenbildung;
  • schwere Fettleibigkeit (Adipositas);
  • Gase im Darm;
  • das Vorhandensein von Neoplasmen im Bauchraum.

 
 

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Herr Prof. Dr. Markus Meier, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie in Reinbek

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