Arzt finden: Hypophysenerkrankungen (1 Treffer) - Seite 1

    Suche verfeinern

Hypophysenerkrankungen

Hypophysenerkrankungen sind Erkrankungen der Hirnanhangdrüse, z. B. Morbus Cushing. Sie haben oft auch psychische Folgen. Die Hypophyse befindet sich im Gehirn (in der Mitte) und kontrolliert die Arbeit der meisten endokrinen Drüsen (d. h. die Drüse gibt ihre Sekrete direkt in die Blutbahn ab). Dabei werden spezielle Hormone freigesetzt, die die Produktion anderer Hormone steuern. Einige Hypophysenhormone haben eine direkte Wirkung, beispielsweise das somatotrope Hormon, das für das Wachstum und die körperliche Entwicklung verantwortlich ist. Mangel oder Überschuss an Hypophysenhormonen führen zwangsläufig zu schweren Erkrankungen.

Welche Erkrankungen treten bei einem Mangel an Hypophysenhormonen auf?

  • Diabetes insipidus – den einen Mangel an dem antidiuretischem Hormon (wird im Hypothalamus produziert und gelangt dann in die Hypophyse, von der es ins Blut abgegeben wird) wird zu viel Urin ausgeschieden und Betroffene haben ein sehr starkes Durstgefühl;
  • Hypopituitarismus – ein Mangel an verschiedenen Hypophysenhormonen: Bei Kindern kann es sich durch verzögerte sexuelle Entwicklung und bei Erwachsenen durch sexuelle Störungen manifestieren. Hypopituitarismus führt im Allgemeinen zu schweren Stoffwechselstörungen, die alle Körpersysteme betreffen.

Was sind die Ursachen für einen Mangel an Hypophysenhormonen?

  • Durchblutungsstörungen;
  • angeborene Hypophysenhypoplasie;
  • Meningitis oder Enzephalitis (Hirnhautentzündung);
  • Kompression der Hypophyse durch den Tumor;
  • traumatische Hirnverletzung;
  • einige Medikamente;
  • Bestrahlung.

Welche Erkrankungen treten bei einem Überschuss an Hypophysenhormonen auf?

  • Ein hoher Prolaktinspiegel äußert sich bei Frauen in Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit, Milchproduktion (Schwellung der Brustdrüsen und Milchsekretion). Bei Männern führt eine Hyperprolaktinämie zu einer Abnahme des sexuellen Verlangens und zu Impotenz.
  • Bei der Akromegalie verdicken beim Patienten Hände und Füße, die Gesichtszüge werden groß, auch die inneren Organe nehmen zu. Dies geht einher mit Herzerkrankungen und neurologischen Störungen.
  • Ein Anstieg des adrenocorticotropen Hormons führt zur Morbus Cushing-Krankheit. Diese schwere Krankheit äußert sich in Osteoporose, erhöhtem Blutdruck, Diabetes und psychischen Störungen. Die Krankheit geht mit charakteristischen Veränderungen des Aussehens einher: Gewichtsverlust der Beine und Arme, Fettleibigkeit am Bauch, den Schultern und im Gesicht.

Die Ursache für einen Hormonüberschuss in der Hypophyse ist in den meisten Fällen ein Tumor des Hypophysenadenoms. Dies erhöht den Spiegel des Hormons oder der Hormone, die Adenomzellen produzieren, während der Spiegel aller anderen Hormone aufgrund der Kompression des verbleibenden Teils der Hypophyse signifikant verringert werden kann.

Diagnostik von Hypophysenerkrankungen

Der Arzt sammelt Anamnese (Beschwerden, Informationen über frühere Erkrankungen und erbliche Veranlagungen) und verschreibt auf dieser Grundlage die notwendigen Untersuchungen zum Hormonprofil (Bluttest auf Hormone). Bei Bedarf können Computertomographie oder Magnetresonanztomographie des Gehirns usw. veranlasst werden.

Behandlung von Hypophysenerkrankungen

Die Behandlung von Erkrankungen der Hypophyse zielt darauf ab, den Hormonspiegel im Blut zu normalisieren und bei Adenomen (Geschwülste) den Druck des Tumors auf die umgebenden Hirnstrukturen zu verringern. Bei einem Mangel an Hypophysenhormonen wird eine Hormonersatztherapie angewendet: Eine Person erhält Arzneimittelanaloga der gewünschten Hormone. Eine solche Behandlung hält oft ein Leben lang an.

Glücklicherweise sind Hypophysentumore selten bösartig. Ihre Behandlung ist jedoch eine schwierige Aufgabe für den Arzt. Hypophysentumoren werden häufig mit folgenden Methoden und deren Kombination behandelet:

  • medikamentöse Therapie,
  • chirurgische Behandlung (Entfernung des Tumors),
  • Methoden der Strahlentherapie.

 

 

Weiterlesen
Hormon-Behandlung / Hormonsprechstunde
Hormon-Kosmetik
Hormonlabor

 


  München Medizin GmbH

Frau Prof. Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger

FÄ für Innere Medizin - Angiologie und Endokrinologie und Diabetologie
Theatinerstraße 15
80333 München


Telefon: 089 / 4 43 88 92 00


med. Reputation:
Gold
Patientenzufriedenheit:
Gold
Patientenservice:
Silber

Wenn Sie weitere Ansprechpartner in Ihrer Nähe suchen, geben Sie bitte die gewünschten Suchkriterien in das Formular oben ein.

Weitere Informationen