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Arzt finden: Vorgeburtliche Diagnostik: NT-Screening (1 Treffer) - Seite 1

Herr Dr. Marcus Riemer

Leitender Oberarzt, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Universitätsmedizin Halle
  • Ernst-Grube-Straße 40 06120 Halle an der Saale
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Vorgeburtliche Diagnostik: NT-Screening

Was ist das NT-Screening?

Das NT-Screening ist eine Messung der Nackenfaltendicke eines ungeborenen Kindes mittels Ultraschall zur Abschätzung des Risikos für das Kind, an einem Down-Syndrom zu erkranken.

Welche Faktoren beeinflussen die Nackenfaltdichte?

Eine Ultraschalluntersuchung des Babys zeigt eine deutliche Hautfalte am Hals in der 11. bis 13. Schwangerschaftswoche. Es befindet sich Flüssigkeit unter der Haut. Ihr Volumen ist bei Kindern mit Down-Syndrom und einer Reihe anderer Erkrankungen überdurchschnittlich hoch. Es gibt auch eine Hautfalte bis zur zehnten Woche, aber da das Kind zu diesem Zeitpunkt noch zu klein ist, ist es schwierig, seine Größe genau zu messen. Normalerweise beträgt die Nackenfaltendicke weniger als drei Millimeter.

Während der Messung kann die Nackenfaltendicke durch die Position des Fötus beeinflusst werden – bei gestrecktem Kopf kann sich die Nackenfaltendicke vergrößern. Ist das Kinn gegen die Brust gedrückt, verringert sich dagegen die Nackenfaltendicke.

Wie wird das NT-Screening durchgeführt?

In der Regel kommt ein konventioneller Ultraschall zum Einsatz. In manchen Fällen ist ein vaginaler Ultraschall erforderlich. Beide Varianten sind für die Patientin und das Baby ungefährlich.

Um die Schwangerschaftsfrist genau zu bestimmen, misst ein Arzt den Fötus von der Oberseite des Kopfes bis zum Steißbein. Dann wird die Nackenfaltendicke gemessen. Gleichzeitig sieht die Haut auf dem Monitor aus wie eine weiße Linie. Die Unterhautflüssigkeit wiederum wirkt schwarz. Während des NT-Screenings kann man den Kopf und die Wirbelsäule des Kindes sowie seine Arme und Beine sehen. Durch das Verfahren lassen sich signifikante Anomalien feststellen. Es wird jedoch empfohlen, den Fötus über einen Zeitraum von etwa 20 Wochen mit anatomischem Ultraschall zu untersuchen.

Welche Nackenfaltendicke ist normal?

In der 11. Woche ist die Norm ein bis zwei Millimeter und in einem Zeitraum von 13 Wochen und sechs Tagen 2,8 Millimeter. Die Nackenfaltendicke nimmt proportional zum Wachstum des Fötus zu. Eine hohe Nackenfaltendicke weist nicht immer auf ein Problem hin. Bei einigen Kindern, die nicht für das Down-Syndrom prädisponiert (besonders empfänglich) sind, ist der subkutane (unter der Haut befindlich) Flüssigkeitsgehalt ebenfalls höher als normal.

 

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