Magenkrebs
Magenkrebs, auch Magenkarzinom, ist eine bösartige (maligne) Gewebeneubildung des Magens. Die frühzeitige Behandlung von Magenkrebs trägt dazu bei, die Lebenserwartung der Patienten zu erhöhen.
Welche Arten von Magenkrebs unterscheidet man?
Klassifizierung nach Aussehen.
- Polypoidkarzinom: ein einzelner Tumor ohne Geschwüre;
- Karzinom mit partiellen Ulzerationen: der Tumor wächst in tiefe Magenschichten;
- diffuser infiltrativer Krebs: eine große tiefe Magenwandkeimung;
- ulzeriertes Karzinom: Magenkrebs mit dieser Form der Pathologie ist vergleichbar mit Geschwürsymptomen.
Klassifizierung durch Lokalisation, beispielsweise können folgende Bereiche von Magenkrebs betroffen sein:
- Antrum und Pylorus (Pförtnermund und Pförtnerhöhle, Übergang zum Zwölffingerdarm);
- Kardia (Übergang des Magens in die Speiseröhre);
- vordere und hintere Magenwand.
Klassifizierung von Magenkrebs nach dem TNM-System. Dies ist ein anerkanntes System zur Einteilung von Tumorerkrankungen: T = Tumor, Ausdehnung und Verhalten des Primärtumors. N = Nodus (lateinisch Lymphknoten) Fehlen bzw. Vorhandensein von lokalen Lymphknotenmetastasen. M = Metastasen, Fehlen bzw. Vorhandensein von Fernmetastasen.
- TX: der Tumor wurde nicht untersucht;
- T0: kein Tumor sichtbar oder Tumor unbekannt;
- T1–4: Primärtumor von ansteigender Größe und Eindringtiefe;
- NX: keine Aussage möglich;
- N0: keine Metastasen in den Lymphknoten;
- N1–3: Metastasen befallen zunehmend Lymphknoten in der Nähe;
- M0 – keine Fernmetastasen;
- M1 – Fernmetastasen vorhanden.
Was sind die Ursachen von Magenkrebs?
Die genauen Ursachen für Magenkrebs sind nicht bekannt. Die Forschungen in diese Richtung sind noch im Gange. Es gibt nur wenige Annahmen über die wahrscheinlichsten Ursachen der Krankheit, aber keine von ihnen gilt als alleiniger Auslöser. In jedem Fall sollte eine Reihe von möglichen Faktoren berücksichtigt werden:
- Infektion mit Helicobacter pylori;
- Aufnahme von bestimmten Lebensmitteln: Überschuss von Fett in der Ernährung (tierisches Fett), gebratenes, scharfes und geräuchertes Essen sowie verschiedene Arten von Konservenprodukten;
- Nitrate und Nitrite;
- Alkoholkonsum, Rauchen;
- Langzeittherapie mit einigen Medikamenten: entzündungshemmende Medikamente (z. B. NSAID), Antibiotika, Corticosteroide;
- Strahlenbelastung.
Zur Risikogruppe gehören Menschen, die fettleibig sind, sich einer Magenoperation unterzogen haben, bösartige Tumore in anderen Organen oder eine erbliche Veranlagung für Magenkrebs haben.
Symptome
Leider ist die Erkrankung im Frühstadium oft asymptomatisch, so dass sich der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose bereits auf andere Organe und Systeme ausgebreitet hat.
Frühsymptome von vermutetem Magenkrebs:
- Appetitlosigkeit;
- Magenbeschwerden, schwere Schwellungen und schnelle Überfüllung des Magens nach einer Mahlzeit;
- Abneigung gegenüber bestimmten Arten von Lebensmitteln, oft eine Abneigung gegenüber proteinreichen Speisen (Fisch oder Fleisch);
- Übelkeit, Erbrechen, das keine Linderung bringt, Bluterbrechen (erfordert eine dringende Behandlung);
- Schwäche und Müdigkeit bei geringer körperlicher Aktivität, vermindertes Interesse am Leben, Apathie, Depressionen.
Spätsymptome von Magenkrebs:
- Störung des Durchgangs von fester und dann flüssiger Nahrung (Schluckstörung = Dysphagie);
- Vergrößerung des Bauches durch das Vorhandensein von Flüssigkeit in der Bauchhöhle (Aszites);
- Schmerzen hauptsächlich im Bauchbereich: Der Schmerz ist dumpf, konstant, mit einem Gefühl von Druck. Wenn das Magengeschwulst in andere Organe – die Bauchspeicheldrüse, das Zwerchfell oder die Leber keimt – können Leberschmerzen den Lendenwirbelbereich und den Herzbereich erreichen.
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