Fehlbildungen sind angeborene, nicht der Norm entsprechende Formung von Organen oder Organteilen, oftmals verbunden mit Funktionseinschränkungen der betroffenen Organe. Die Identifizierung der Ursache eines Entwicklungsdefekts verringert das Risiko, dass ein Kind mit einem ähnlichen Defekt geboren wird.
Die Vorhersage des Gesundheitszustandes und der Folgen angeborener Erkrankungen hängt in hohem Maße von der Art und Schwere der Erkrankung sowie der Möglichkeit ihrer Behebung ab. Insgesamt sterben 25 Prozent der Kinder mit angeborenen Fehlbildungen in der frühen Kindheit. Weitere 25 Prozent haben anhaltende körperliche oder geistige Behinderungen. Lediglich für 5 Prozent gibt es die Möglichkeit, angeborene Fehlbildungen zu behandeln. Die Prinzipien und Ansätze der Behandlung angeborener Anomalien werden durch die Schwere der Beeinträchtigung des betroffenen Organs bestimmt und hängen auch von den damit verbundenen Komplikationen ab.
In der Mehrheit der Fälle sind chirurgische Methoden sinnvoll, Fehlbildungen zu behandeln. Bei einigen Störungen, insbesondere bei Deformationen (angeborene Hüftgelenksversetzung, Klumpfuß usw.), wird eine konservative oder kombinierte Behandlung durchgeführt. Bei angeborenen Fehlbildungen, die das Leben des Kindes bedrohen, z. B. bei Darmverschluss durch die Fehlbildungen des Darms, wird ein operativer Notfall-Eingriff durchgeführt.
Viele Fehlbildungen können während des Wachstums des Kindes auftreten, und einige (z. B. Gallenblasenaplasie) können asymptomatisch sein.
Die primäre Prävention angeborener Anomalien sollte folgende Maßnahmen umfassen:
Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Humangenetik