Bipolare Erkrankungen sind psychische Erkrankungen, bei denen die Patienten unter willentlich nicht beeinflussbaren extremen Schwankungen ihrer Aktivität und Stimmung leiden.
In der Regel ist für die Entwicklung einer bipolaren Störung ein Komplex von Gründen ursächlich. Eine wichtige Rolle spielt der Erbfaktor, der oft bei mehreren Mitgliedern einer Familie auftritt. Drogen, Medikamente, Alkohol und Stress haben zudem einen negativen Einfluss.
Die Krankheit tritt in zwei Phasen auf, die sich abwechseln. Die Phase der Manie oder manischen Episode ist durch solche Symptome gekennzeichnet:
Die Phase der Depression oder depressiven Episode wird begleitet von:
Um die Krankheit richtig zu erkennen, ist es notwendig zu verstehen, dass es zwei Arten von Pathologien gibt. Der erste Typ ist weniger häufig und hat eine ausgeprägte Symptomatik. Die Diagnose dieser Art von Krankheit lässt keinen Zweifel daran. Wird ein Mensch mit dieser Art von Pathologie nicht rechtzeitig behandelt, schreitet die Krankheit immer weiter voran. Die Symptome lassen sich allein nicht bewältigen – Betroffene leiden sehr stark und der Gang zum Arzt wird unumgänglich.
Der andere Typ ist um ein Vielfaches häufiger als der erste. Bei dieser Art von Krankheit sind die Symptome weniger stark, so dass es für andere schwieriger zu verstehen ist, dass eine Person medizinische Hilfe benötigt. Wenn keine Hilfe geleistet wird, können die Symptome fortschreiten, oder die Person kann mit unangemessenem Verhalten in eine langfristige Depression oder Euphorie geraten.
Die Diagnose wird von einem Psychiater auf der Grundlage eines Krankheitsbildes, der Krankengeschichte und der Familiengeschichte gestellt.
Bipolare Erkrankungen sind chronisch. Sie können nicht geheilt werden, aber eine langfristige kontinuierliche Therapie hilft vielen Menschen, auch denen mit den schwersten Formen der Erkrankung, Stimmungsschwankungen und andere Symptome besser zu kontrollieren.
In der Regel werden moderne Antikonvulsiva zur Behandlung bipolarer Erkrankungen eingesetzt. Diese sind verschreibungspflichtige Medikamente und können nur von einem Arzt verordnet werden. Antidepressiva werden seltener und auch unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt – sie können manische Episoden auslösen.
Der Arzt empfiehlt zudem regelmäßige Bewegung und gibt Tipps zur Verbesserung der Ernährung und des Schlafs.
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