Die Kernspintomographie ist eine bildgebende Methode zur Erkennung von Brusterkrankungen mithilfe starker Magnetfelder und Radiowellen (somit Verzicht auf Röntgenstrahlen). Es werden in kurzen Zeitabschnitten Bilder des Körperinneren angefertigt, die ein räumliches Schnittbild berechnen lassen. So lässt sich z. B. die Ausdehnung eines Tumors begutachten. Die Kernspintomographie der Brustdrüsen kann mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt werden. Kontrastmittel (Gadolinium – hypoallergenes Farbmittel) dienen der Darstellung des Gefäßnetzwerks der Drüse. Eine Untersuchung ohne Kontrastmittel wird durchgeführt, um die Dichte des Gewebes zu bestimmen und die Struktur der Brustdrüsen zu untersuchen.
Die Kernspintomographie wird nicht nur bei Krebsverdacht durchgeführt. Ein Arzt kann auch eine Überweisung zu dieser Untersuchung ausstellen, um:
Experten empfehlen eine Kernspintomographie der Brustdrüsen in den ersten 8-12 Tage (in der ersten Phase) des Menstruationszyklus. Zu diesem Zeitpunkt ist in den Brustdrüsen der Frau kein Zystenwachstum zu beobachten. Bei Frauen in den Wechseljahren kann jeder Zeitpunkt für die Untersuchung gewählt werden.
Vor Beginn der Untersuchung legt die Patientin alle Gegenstände aus Metall ab. Während der Kernspintomographie liegt die Patientin auf dem Bauch auf einer beweglichen Liege (mit Aussparungen für die Brust). Die Untersuchung dauert 30-60 Minuten, daher muss die Frau sicherstellen, dass die Körperhaltung bequem gewählt wird und dass sie während der Diagnostik nicht den Wunsch hat, sich zu bewegen.
Bei der Durchführung einer Kernspintomographie der Brust mit Kontrastmittel wird dieses über einen intravenösen Katheter injiziert. Diese Variante wird u.a. bei Krebsverdacht angewandt. Wenn das Kontrastmittel in den Blutkreislauf gelangt, kann es zu Kälte- oder Wärmeempfindungen kommen, welches sich entlang der Venen ausbreitet. Die Patientin kann ein Brennen oder Kribbeln verspüren. Diese Symptome gelten als normal. Bei unvorhergesehenen Situationen, starken Schmerzen oder einer starken Verschlechterung des Zustands kann die Patientin während der Untersuchung den Arzt über das eingebaute Feedback-System informieren.
Absolute Gegenanzeigen:
Relative Gegenanzeigen:
Weiterlesen
Brustdiagnostik / Brusterkrankungen
Brustdiagnostik: Digitale Mammographie
Brustdiagnostik: Mammographie
Brustdiagnostik: Ultraschall
Brustkrebs (Mammakarzinom)
Brustkrebs: Früherkennung
Brustzentrum