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Zöliakie / Sprue

Die Zöliakie (Sprue) ist eine durch die Unverträglichkeit eines Weizeneiweißes ausgelöste Darmerkrankung, die sich aufgrund der Veränderungen der inneren Darmwand mit Durchfällen und Bauchschmerzen äußert. Zöliakie kann in jedem Alter auftreten.

Die klinischen Symptome sind so unterschiedlich, dass es ziemlich schwierig ist, die Krankheit zu diagnostizieren und die Behandlung auf der Grundlage der vollständigen und lebenslangen Entfernung von Gluten aus der Nahrung rechtzeitig zu beginnen.

Welche Symptome manifestieren sich?

Die Symptome einer Zöliakie sind sehr unterschiedlich:

  • Funktionsstörungen des Magen-Darm-Trakts (Übelkeit, Erbrechen, Gasbildung, aufgeblähter Bauch);
  • körperliche Entwicklungsverzögerung (Größe/Gewicht), Allergien, Gedächtnisverlust und Müdigkeit;
  • die meisten Patienten tolerieren keine körperliche Anstrengung, schlafen sehr schlecht;
  • etwa 60 % der Patienten leiden an Anämie;
  • Migräne, verzögerte Sprachentwicklung, Neurose und Neurasthenie (Nervenschwäche);
  • vermindertes Selbstwertgefühl, Störung der sozialen Beziehungen (Patienten tolerieren Veränderungen nur schwer, haben Kontaktschwierigkeiten mit anderen);
  • Osteoporose, Schilddrüsenkrankheiten, chronisch entzündete Nasenschleimhaut (Rhinitis), Enuresis (unkontrolliertes Wasserlassen) und Encopresis (Stuhlinkontinenz), Menstruationsstörungen.

Im Allgemeinen kann Zöliakie für Unwohlsein oder ein schwerwiegenderes Symptom verantwortlich gemacht werden. Alle Symptome sind bei Kindern im Alter von ein bis drei Jahren besonders ausgeprägt.

Bei Müttern mit Zöliakie verläuft die Schwangerschaft in der Regel mit einer erhöhten Gefahr eines Abbruchs, einer Schwangerschaftstoxizität, einer vorzeitigen oder verzögerten Geburt, da die Föten mit einem geringeren Körpergewicht geboren werden.

Was sind die Ursachen der Zöliakie?

Es wird angenommen, dass Gluten eine Atrophie (Geweberückgang) der Dünndarmschleimhaut verursacht, wodurch die Darmresorption gestört wird, was zu verschiedenen Stoffwechselstörungen führt. Es gibt verschiedene Annahmen, warum dies geschieht. Insbesondere werden folgende Gründe angeführt:

  • erbliche Faktoren;
  • die Unfähigkeit von Enzymen, bestimmte Aminosäuren (Bausteine von Eiweißen) abzubauen;
  • Überempfindlichkeit der Dünndarmschleimhaut gegen Gluten, wobei das Epithel zum Ziel des immunologischen Prozesses wird;
  • angeborene Funktionseinschränkungen von Darmzellrezeptoren, die zur Epithelschädigung beitragen;
  • durch Viren veränderte Darmzellen;
  • die Ursache der Erkrankung bei Säuglingen in den ersten drei Lebensmonaten ist mit der Erkrankung der Mutter und der Produktion von glutenähnlichen Verbindungen oder Antikörpern in der Muttermilch verbunden.

Diagnose von Zöliakie

Im Rahmen der Diagnostik werden eine Analyse der Krankheitsgeschichte und Beschwerden, eine Analyse der Familienanamnese und eine Anamnese des Patientenlebens durchgeführt. Neben der Befragung werden auch folgende Untersuchungen eingesetzt:

Welche Behandlung ist bei Sprue angezeigt?

Der Patient sollte getreidebasierte Lebensmittel lebenslang von seiner Ernährung ausschließen, eine glutenfreie Ernährung wird empfohlen. Bei schwerem und anhaltendem Durchfall werden Antidiarrhoika verschrieben. Bei komplexer Therapie verwendet man Multivitamine, Kalziumpräparate, Vitamin D und Eisenpräparate.

 

 

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  Praxis Dr. Gerhard Herold

Herr Dr. Gerhard Herold

Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie - Proktologie
Lindenstraße 1
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Telefon: 0 73 47 / 91 94 94

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