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Raucherbein

Raucherbein ist eine Bezeichnung für eine durch Rauchen ausgelöste schwere Verschlusskrankheit der Blutgefäße eines oder beider Beine, die zu einer äußerlich sichtbaren Gewebsschädigung mit Schwarzwerden der Haut und offenen Wunden an den Beinen führt. Diese Krankheit betrifft hauptsächlich Männer mittleren Alters und junge Männer.

Was sind die Ursachen eines Raucherbeins?

Zu den Faktoren, deren Auswirkungen zur Entwicklung der Krankheit beitragen, zählen:

  • Tabakrauchen;
  • häufig anhaltende Unterkühlung der Beine;
  • neuropsychischer Stress;
  • chronische Vergiftung mit verschiedenen Giften;
  • Alkoholmissbrauch.

Auslöser der Krankheit ist ein anhaltender Krampf in den Arterien und Kapillaren der unteren Extremitäten. Vor dem Hintergrund eines Krampfes beginnt die Entwicklung eines Entzündungsprozesses in der Arterienwand, der eine Verengung des Gefäßlumens bis zu seinem vollständigen Verschluss bewirkt.

Welche Symptome hat das Raucherbein?

Das Raucherbein kann mit folgenden Symptomen verbunden sein:

  • Schweregefühl in den unteren Extremitäten beim Gehen, schnelles Ermüden der Beine;
  • Gefühl von Kälte in den Gliedmaßen, Schwellung und Taubheit;
  • Blässe der Haut, Nageldeformität;
  • die Bildung von Geschwüren, Nekrosen (Zelltod) und Brandwunden;
  • zu niedriger Puls in den Beinen;
  • Auftreten von Krämpfen unter Belastung und in Ruhe.

Diagnostik des Raucherbeins

Es ist erforderlich, in den frühen Stadien der Krankheit zu diagnostizieren. Um eine endgültige Diagnose stellen zu können, müssen folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Analysen auf das Vorhandensein von Infektionskrankheiten (Viren, Bakterien, Pilze etc.);
  • Ultraschall zur Beurteilung des Gewebezustands der Gliedmaßen;
  • Thermografie, mit deren Hilfe Anomalien im Gewebe der unteren Extremitäten festgestellt werden können;
  • Kapillaroskopie, mit der der Zustand der Kapillare und die Mikrozirkulation des Blutes in den Extremitäten untersucht werden;
  • Angiographie wird durchgeführt, um den Zustand der Blutgefäße, den Blutfluss und den Entzündungszustand zu beurteilen.

Behandlung des Raucherbeins

Die Behandlung einer Raucherbeinkrankheit sollte sofort erfolgen. Ziel ist es, ihre Entwicklung zu verlangsamen. Zunächst muss der Patient das Rauchen und den Alkoholkonsum aufgeben, richtig essen und sich viel bewegen. Der Arzt verschreibt den Betroffenen Medikamente (Antihistaminika, Vitamine, blutverdünnende Medikamente, Antikoagulantien) und Physiotherapie.

Unter den physiotherapeutischen Behandlungen haben diadynamischer Strom (Reizstrom), Diathermie (Hochfrequenzthermographie) und Sauerstoff-Therapie im Frühstadium eine gute therapeutische Wirkung gezeigt. Bei einer späten Diagnose der Erkrankung sowie bei Unwirksamkeit einer medikamentösen Behandlung werden chirurgische Eingriffe durchgeführt.

Operationen zur Behandlung eines Raucherbeins

Wenn ein kleiner Teil der Arterie betroffen ist (bis zu 15 cm), wird sie entfernt. Die häufigste Operation ist die Aortenbypass-Operation: Ein künstliches Gefäß wird vom abdominalen Teil der Aorta zur Oberschenkelarterie unter Umgehung des betroffenen Bereichs eingebracht.

Operationen zur Entfernung eines Teils des Sympathikus haben eine positive Wirkung: Die Kreuzung von sympathischen Nervenstämmen führt zur Linderung von Gefäßkrämpfen.

In einigen Fällen wird auf eine Amputation des betroffenen Segments oder der gesamten Extremität zurückgegriffen.

 

 

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  Praxis Dr. Stephan Seeßle

Herr Dr. Stephan Seeßle

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