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Radiologie, interventionelle

Die interventionelle Radiologie (engl. interventional radiology) umfasst behandelnde Methoden, die auf bildgebenden Verfahren beruhen. Sie ist ein Gebiet der Medizin, das diagnostische und therapeutische Verfahren kombiniert. Hierunter fällt z. B. die Aufdehnung von Gefäßen während einer Angiographie.

Einsatzgebiete der interventionellen Radiologie

Diese Art der Radiologie ermöglicht eine minimal-invasive visuelle Diagnose und Behandlung von Krankheiten eines Organs oder Systems. Im Vergleich zu offenen Operationen sind diese Verfahren weniger schmerzhaft, verringern das Infektionsrisiko und haben kürzere Erholungs- und Krankenhausaufenthaltszeiten.

Interventionelle Radiologie besteht aus zwei Phasen:

  • Die erste Stufe umfasst die Untersuchung (Röntgen-, Computertomographie-, Ultraschall- oder Radionuklid-Scanning usw.) zur Bestimmung der Art und des Ausmaßes der Verletzung.
  • In der zweiten Phase, in der Regel direkt im Anschluss an Phase 1, führt der Arzt die erforderlichen therapeutischen Manipulationen durch (Katheterisierung, Punktion, Prothetik usw.).

Katheterisierung bei der interventionellen Radiologie

Bei der interventionellen Radiologie des menschlichen Körpers wird, in der Regel in der Arterie, ein Katheter gelegt – das ist ein langer, dünner, flexibler Schlauch. Dank des Katheters wird die Verwendung der medizinischen Bildgebung mit diagnostischen und therapeutischen Verfahren kombiniert. Diese Verfahren werden hauptsächlich verwendet, um die Blutgefäße der Koronararterien zu öffnen (um einen Herzinfarkt zu verhindern) oder die der Halsschlagadern (um einen Schlaganfall zu verhindern) oder die der Nierenarterien (um eine sekundäre Hypertonie zu behandeln).

Bei welchen Erkrankungen wird die interventionelle Radiologie angewendet?

Die Haupttypen von Pathologien, bei denen diese Technik angewendet wird, sind:

  • Behandlung der Arteriosklerose in den unteren Extremitäten;
  • ischämische Herzkrankheit;
  • pulmonale oder periphere arterielle Thromboembolie;
  • akuter Myokardinfarkt (Herzinfarkt);
  • das Vorhandensein von gutartigen und bösartigen Tumoren;
  • Herzfehler und -insuffizienz;
  • renovaskuläre Hypertonie;
  • Schlaganfall;
  • tiefe Venenthrombose;
  • Postinfarkt-Aneurysma;
  • arteriovenöse Missbildungen;
  • Stenose von Herzklappen und Blutgefäßen;

Mit Hilfe der interventionellen Radiologie sind auch folgende Verfahren möglich:

  • Biopsie mit visueller Kontrolle, so dass Proben fester Massen entnommen werden können, ohne dass komplexere chirurgische Eingriffe erforderlich sind;
  • Embolisierung von Hirnaneurysmen, um potenziell katastrophale intrazerebrale Blutungen zu verhindern;
  • Drainage eitriger Abszesse, die nach der Operation auftreten können.

Mit welchen Verfahren ist die interventionelle Radiologie verbunden?

Die interventionelle Radiologie wird notwendigerweise in Verbindung mit bildgebenden Verfahren durchgeführt, wie:

  • Fluoroskopie: Nutzung der Eigenschaft, dass Röntgenstrahlen durch unterschiedliches Gewebe unterschiedlich absorbiert wird, um Bilder zu erhalten;
  • Digitale Subtraktionsangiographie: um die Visualisierung des arteriellen Blutflusses zu verbessern, nutzt diese Form der Angiographie die computergestützte Subtraktion; dadurch werden Störgrößen in den Hintergrundbildern eleminiert;
  • Ultraschall basiert auf dem gleichen Prinzip wie die Fluoroskopie, jedoch wird anstelle der differentiellen Reflexion von Röntgenstrahlen im menschlichen Körper die differentielle Reflexion von Schallwellen verwendet.
  • Computertomographie, die Röntgenstrahlen verwendet, um transversale Bilder des menschlichen Körpers zu erstellen;
  • Magnetresonanztomographie, die die gleichen Ergebnisse liefert, aber Magnetfelder anstelle von Strahlung verwendet.

 

 

 


  Universitätsklinikum Frankfurt

Herr Prof. Dr. Thomas J. Vogl

Facharzt für Diagnostische Radiologie
Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt am Main


Telefon: 069 / 63 01 - 72 77


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