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Radiojodtherapie

Die Radiojodtherapie (engl. radioiodine therapy) ist eine Behandlungsform, bei der radioaktives Jod in den Körper gespritzt wird, welches bösartig verändertes Schilddrüsengewebe (Schilddrüsenkrebs) oder gutartige Wucherungen einer Überfunktion zerstört, da es sich bevorzugt in diesen Bezirken der Schilddrüse anlagert.

Was radioaktives Jod?

Mit der radioaktiven Form von Jod können verschiedene Erkrankungen der menschlichen Schilddrüse untersucht und behandelt werden. Diese Untersuchung ist für Patienten vorgesehen, bei denen die Schilddrüse operativ entfernt wurde. Nach der Operation werden keine Schilddrüsenhormone verschrieben. Nach vier Wochen wird dem Patienten radioaktives Jod verabreicht. Mögliche Rückstände von Schilddrüsengewebe und Tumorzellen haben die Fähigkeit, Jod einzufangen.

Wie wird Radiojodtherapie durchgeführt?

Die Aufnahme von radioaktivem Jod erfolgt üblicherweise über die orale Aufnahme von Gelatinekapseln, die das radioaktive Element selbst enthalten. Die Kapseln ohne Geschmack und Geruch werden ohne zu kauen geschluckt und mit ein oder zwei Gläsern Wasser aufgenommen. In Ausnahmefällen wird möglicherweise eine flüssige Form von Radiojod mit ähnlichen Eigenschaften angeboten. In diesem Fall muss nach der Einnahme der Mund gut mit Wasser gespült werden. Wenn der Patient eine herausnehmbare Prothese trägt, wird man höchstwahrscheinlich aufgefordert, diese vor der Einnahme von flüssigem Jod zu entfernen.

Wirkprinzip der Behandlung mit radioaktivem Jod

Die Behandlung mit radioaktivem Jod basiert auf der Fähigkeit von Krebszellen, radioaktives Jod anzusammeln. Eine wichtige Voraussetzung für die Behandlung mit radioaktivem Jod ist die vorherige vollständige Entfernung der Schilddrüse (Schilddrüsenentfernung). Nach der Entfernung der Schilddrüse im Körper des Patienten verbleiben keine Organe, die aktiv Jod anreichern (Jod absorbiert die Speichel- und Tränendrüsen nur geringfügig, aber ihre Fähigkeit zur Jodkonzentration ist sehr gering). Jod kann nur von den Resten des Schilddrüsengewebes, die nach der Operation immer in der einen oder anderen Menge nachgewiesen werden, und von Tumorzellen (Metastasen) aufgenommen werden. Für Patienten mit Fernmetastasen ist die Radiojodtherapie derzeit die einzige Behandlungsoption.

Klinikaufenthalt nach der Radiojod-Aufnahme

Nach der Behandlung mit radioaktivem Jod ist der Patient in der Klinik bis die von ihm ausgehende Strahlung ein für andere sicheres Niveau erreicht. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes beträgt vier bis sieben Tage. Am dritten bis fünften Tag nach der Einnahme von radioaktivem Jod wird der Patient mit einer Gammakamera, die die Isotopenverteilung in verschiedenen Körperregionen abschätzt, mit dem ganzen Körper gescannt. Mit dem Scan können zusätzliche Metastasen des Tumors identifiziert werden.

Ist radioaktives Jod für andere gefährlich?

Der Einsatz radioaktiver Strahlung für die Behandlung von Geschwüren wird bei Betroffenen als hilfreiche Behandlungsoption eingesetzt. Es ist jedoch schädlich für diejenigen, die mit dem Patient in Kontakt kommen und selbst nicht daran erkrankt sind. Um das Risiko einer Exposition gegenüber anderen zu verringern, wird man in einem separaten Raum mit einem Patienten mit einer ähnlichen Krankheit untergebracht. Das Pflegepersonal kann sich nicht länger beim Patienten aufhalten und muss Handschuhe und andere Schutzkleidung tragen.

 

 

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