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Laktoseintoleranz

Laktoseunverträglichkeit, auch Laktoseintoleranz, ist die Unverträglichkeit von Milcheiweiß (keine Nahrungsmittel-Allergie!). Nach dem Verzehr milchhaltiger Lebensmittel kommt es zu Verdauungsbeschwerden, wie Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen.

Was sind Laktose und Laktase?

Laktose besteht aus Glukose- und Galaktosemolekülen. Damit Laktose vom Körper aufgenommen werden kann, muss im Darm ein Enzym namens Laktase vorhanden sein. Laktase spaltet Laktose in seine Zuckermoleküle auf – nur so kann es der Körper weiter verdaut werden.

Laktoseintoleranz bedeutet eine fehlende Aktivität oder völlige Abwesenheit des Enzyms Laktase in unserem Körper.

Was verursacht eine Laktoseintoleranz?

Es kann mehrere Gründe geben, warum bei einer Person zu wenig bzw. gar keine Laktase vorhanden ist:

  • Angeborene Ursachen sind auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen: Sie entstehen durch eine seltene Genmutation. In diesem Fall kann die Laktoseintoleranz in jedem Alter auftreten: in den ersten Lebensmonaten ebenso wie im Jugend- oder Erwachsenenalter.
  • Sekundäre Ursachen für Laktasemangel entstehen unter dem Einfluss von Umweltfaktoren, z. B. durch Krankheiten, die die Dünndarmschleimhaut zerstören.

Die häufigsten Gründe für eine sekundäre Laktoseunverträglichkeit sind:

  • virale, bakterielle und parasitäre Darminfektionen;
  • gastrointestinale Formen von Allergien;
  • atrophische Veränderungen bei Zöliakie;
  • pathogene (krank machende) Mikroflora, Medikamentenschäden der Darmschleimhaut;
  • Morbus Whipple (eine durch ein Bakterium hervorgerufene schwere Absorptionsstörung);
  • entzündliche Darmerkrankungen, die den Dünndarm betreffen (z. B. Morbus Crohn).

Symptome einer Laktoseintoleranz

Fehlt Laktase, kommt es zu einer Anhäufung von Laktose im Darm. Dies wiederum stärkt die Vitalität der Darmmikroflora, die Laktose absorbiert. Zu den Hauptsymptomen der Laktoseintoleranz gehören:

  • Blähungen;
  • Bauchschmerzen oder Koliken;
  • Magengrummeln;
  • flüssiger Stuhl oder Durchfall;
  • Übelkeit.

Verdacht auf Laktoseunvertäglichkeit

Die Hauptsymptome der Intoleranz treten eine halbe Stunde (manchmal bis zu zwei Stunden) nach dem Verzehr eines Laktose-haltigen Produkts auf. Milch und Milchprodukte sollten vorübergehend von der Ernährung ausgeschlossen werden, um herauszufinden, ob diese Symptome eine Reaktion auf Laktose sind. Wenn die Symptome verschwinden, wird empfohlen, kleine Mengen dieser Produkte wieder in die Ernährung aufzunehmen und die Reaktion des Körpers zu überwachen.

Bei Laktoseunverträglichkeit gilt es individuell herauszufinden, welche Mengen Laktose vom Körper toleriert werden ohne Symptome zu zeigen. Der Arzt kann einen Test auf Laktoseunverträglichkeit verordnen.

Welche Typen der Laktoseintoleranz unterscheidet man?

Abhängig vom Grad der klinischen Manifestationen werden mehrere Gruppen unterschieden:

  • Personen, die bis zu 200 ml Milch aufnehmen können (ohne klinische Manifestationen) und säurehaltige Milchprodukte (hier wurde Laktose bereits zerlegt) vollständig vertragen. Diese liegen bei 5-12 % der Laktoseintoleranten.
  • Personen, die keine Milch vertragen, aber eine moderate Menge an Sauermilchprodukten (Kefir, Sauermilch, Joghurt) verzehren können. Diese Gruppe macht 10-12 % der Patienten aus.
  • Personen, die nicht nur Milch, sondern auch fermentierte Milchprodukte nicht vertragen. Dies ist die Hauptgruppe: 60-70 %.
  • Personen, die bereits nach 2-4 g Laktose einen ausgeprägten Laktasemangel haben. Es gibt 4-5 % von solchen.

Behandlung eines Laktasemangels

Die Hauptbehandlung von Patienten mit absolutem Laktasemangel (angeboren: Alaktasie) ist die vollständige Eliminierung der Verwendung von Milch und Milchprodukten. Gleichzeitig wird eine Therapie zur Korrektur der Darmdysbiose (falls erforderlich), eine Substitutionsbehandlung (Verwendung von Laktasezubereitungen) und eine symptomatische Behandlung durchgeführt.

Die Behandlung des sekundären Laktasemangels konzentriert sich auf die Behandlung der Grunderkrankung. Der Grad der Einschränkung des Konsums von Milch und Milchprodukten ist in diesem Fall individuell und der absolute Verzicht auf Laktose in der Ernährung ist vorübergehend – bis die Schleimhaut des Dünndarms wiederhergestellt ist.

 

 

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