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Krebserkrankungen: Thermoablation / Radiofrequenzablation

Die Radiofrequenzablation gehört zu den Verfahren der Thermoablation und stellt eine Behandlungsalternative für Patienten mit schweren Erkrankungen dar. Bei der Thermoablation wird erkranktes Gewebe durch Hitzeeinwirkung zerstört. Die Thermoablation ist der Prozess des Erhitzens von Gewebe um eine spezielle Elektrode, die durch Radiofrequenzenergie in eine Tumorstelle eingetaucht ist. Hierbei wird das Krebsgeschwulst mittels Radiowellen abgetragen. Es wird Energie in das Krebsgewebe eingeleitet und der Krebs somit getötet.

Wie läuft die Radiofrequenzablation ab?

Während der Radiofrequenzablation wird lokal im Tumor eine Temperatur von 65 °C bis 85 °C erzeugt, indem  die Energie von Radiowellen in Wärmeenergie im Tumor umgewandelt wird. Die Sonde wird in der Mitte des Tumors platziert. Nicht-isolierte Elektroden erzeugen Funkwellen, wodurch Hitze entsteht. Diese Hitze schmilzt das an der Sonde haftende Gewebe (Gerinnungsnekrose). Die Sonde wird etwa 10-15 Minuten lang an Ort und Stelle belassen.

Der gesamte Vorgang wird von einem Ultraschallgerät überwacht. Mit dieser Technik werden Tumore behandelt, die kleiner als 3 cm sind. Größere Tumoren erfordern möglicherweise mehr Sitzungen. Das Verfahren wird durch einen perkutanen Zugang (durch die Haut)  durchgeführt mittels Laparotomie (operative Öffnung der Bauchdecke) oder Laparoskopie („Schlüsselloch-Technik“). Vor der Operation wird eine Tumorbiopsie durchgeführt und eine zytologische Beurteilung des Abstrichs aus dem veränderten Gewebe vorgenommen.

Die Radiofrequenzablation bei der Behandlung von Krebs ist eine palliative Behandlung, die nicht zu einer Genesung des Patienten führt. Sie liefert jedoch vor allem bei der Behandlung einzelner Tumore gute Ergebnisse.

Einsatzgebiete der Thermoablation

Bei der Behandlung von primären und sekundären bösartigen Tumoren (Geschwüren) kann eine Radiofrequenzablation durchgeführt werden. Es ist eine Methode, die bei Kontraindikationen zur Durchführung einer Resektion (operative Entfernung von Krebsgeschwüren) angewendet wird. Die Verfahren der Thermoablation werden hauptsächlich bei zu vielen fokalen (an mehreren Stellen auftretenden) Veränderungen durchgeführt, die sowohl Leberlappen als auch Schädigungen in der Nähe großer arterieller Gefäße umfassen.

Vorteile der Radiofrequenzablation

Die Ergebnisse der Thermoablation bei primären und sekundären Lebertumoren sind nach multizentrischen randomisierten Studien mit den Ergebnissen der chirurgischen Behandlung (Resektion) vergleichbar, jedoch signifikant weniger invasiv und in Fällen möglich, in denen eine Resektion unmöglich ist. Eine gute Praxis ist eine kombinierte Behandlung (Chemotherapie und Ablation von Tumorherden).

Mit dieser Behandlungsmethode kann großflächiges Krebsgewebe zerstört werden. Es handelt sich um eine minimalinvasive Technik, die für Patienten unter verschiedenen klinischen Bedingungen und mit unterschiedlichen Krebsstadien unbedenklich ist. Darüber hinaus wird die Wiederholbarkeit des medizinischen Vorgangs garantiert.

Grenzen der Radiofrequenzablation

Obwohl es sich um eine sehr wirksame Methode zur Behandlung von primären und sekundären bösartigen Tumoren der Leber handelt und darüber hinaus minimalinvasiv ist, wird die Thermoablation nur in wenigen medizinischen Zentren eingesetzt. Dies hängt zum einen mit den Kosten für die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Ausrüstung zusammen. Zum anderen ist der Erfolg des Verfahrens  von der adäquaten Ausbildung des Personals abhängig, das die Ultraschalluntersuchung und -behandlungen mit dieser Anwendung durchführt.

Zu den Komplikationen nach dem Eingriff gehören Schmerzen in dem Bereich im behandelten Bereich sowie erhöhte Körpertemperatur.

Das Verfahren kann in folgenden Fällen kontraindiziert sein:

  • Zerfall des Tumors;
  • mehr als 5 Metastasen (ausgenommen sind Fälle, in denen hochdifferenzierte Tumoren vorliegen oder ein Tumor über einen längeren Zeitraum wächst);
  • eng beieinander liegende Formationen (hier kann die Radiofrequenzablation Schmerzen hervorrufen);
  • der Abstand zum Nervenplexus und zu großen Gefäßen beträgt weniger als einen Zentimeter.

 

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  Krankenhaus Nordwest

Herr Prof. Dr. Markus Düx

Facharzt für Diagnostische Radiologie
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