Zwerchfellbruch

Was ist ein Zwerchfellbruch?

Der Zwerchfellbruch ist ein pathologischer Zustand aufgrund des Eindringens von Bauchorganen in die Brusthöhle durch eine pathologische oder natürliche Öffnung im Zwerchfell. Der abdominale Teil der Speiseröhre, ein Teil des Magens oder andere Organe der Bauchhöhle können in die Brusthöhle eindringen. Gefährdet sind Patienten, die angeborene Missbildungen oder einige Erkrankungen des Verdauungssystems haben.

Was sind die Ursachen eines Zwerchfellbruchs?

Ein Zwerchfellbruch kann in jedem Alter auftreten. Er hängt von vielen Faktoren ab:

  • in seltenen Fällen treten genetische Anomalien bei Neugeborenen auf, dann liegt ein angeborener Zwerchfellbruch vor;
  • Verletzungen, begleitet von Wunden im Brustbereich;
  • chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Magengeschwür, Entzündung der Gallenblase);
  • ein längerer Anstieg des intraabdominalen Drucks, der aufgrund von Fettleibigkeit, chronischer Verstopfung, langem Husten bei chronischer Bronchitis, längerer körperlicher Anstrengung auftritt;
  • Verletzung des Zwerchfells.

Darüber hinaus lässt sich manchmal das Auftreten von Zwerchfellbrüchen während der Schwangerschaft feststellen, was auch auf einen signifikanten Druckanstieg in der Bauchhöhle zurückzuführen ist.

Welche Symptome weisen auf einen Zwerchfellbruch hin?

Ein Zwerchfellbruch äußert sich in Schmerzen hinter dem Brustbein, Erbrechen, das nach dem Essen auftritt. Die Symptome werden durch körperliche Anstrengung, Husten und andere Zustände hervorgerufen, bei denen der Druck in der Bauchhöhle steigt. Die wichtigsten klinischen Symptome dieser Krankheit sind:

  • Sodbrennen, das mit Essen oder einer starken Veränderung der Körperhaltung verbunden ist, verstärkt sich nachts;
  • Schmerzen verschiedener Lokalisation hinter dem Brustbein;
  • Schluckstörungen (Dysphagie);
  • Durst;
  • Blähungen;
  • Verweigerung von Nahrungsmitteln, was das Auftreten bestimmter unangenehmer Symptome hervorruft.

Wenn der Zwerchfellbruch klein ist, können solche Anzeichen fehlen.

Die wichtigsten Methoden, die man zur Diagnostik eines Zwerchfellbruchs einsetzt, sind die Röntgenuntersuchung der Speiseröhre und des Magens mit Kontrastmittel und die endoskopische Untersuchung (durch den Mund und die Speiseröhre).

Welche Behandlungsmethoden von Zwerchfellbrüchen gibt es?

Die Behandlungsmethoden hängen von der Schwere des Krankheitsverlaufes ab:

  • eine konservative Behandlung wird bei kleinen Zwerchfellbrüchen sowie bei Vorhandensein von Kontraindikationen für die chirurgische Therapie. Eine Diät ist nötig, bei der würziges und saures Essen ausgeschlossen ist. Die medikamentöse Behandlung besteht in der Verwendung von Medikamenten, die den Säuregehalt reduzieren und Schmerzen lindern;
  • wenn ein Patient große Zwerchfellbrüche hat, ist eine chirurgische Behandlung angezeigt, um den Zwerchfellbruch zu entfernen.

 

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