Zollinger-Ellison-Syndrom

Was ist das Zollinger-Ellison-Syndrom?

Das Zollinger-Ellison-Syndrom ist das Ergebnis der Entwicklung eines Tumors (Gastrinom) der Bauchspeicheldrüse, der durch das Auftreten von Geschwüren des Zwölffingerdarms und des Magens gekennzeichnet ist. Gleichzeitig kommt es zu anhaltendem Durchfall.

Magengeschwüre entwickeln sich aufgrund der Produktion von Gastrin durch den Tumor und dementsprechend einer erhöhten Sekretion von Magensaft, d. h. Salzsäure und Enzyme. Die wahre Ursache der Entwicklung des Zollinger-Ellison-Syndroms ist nicht bekannt. Häufiger treten die ersten Manifestationen dieser Krankheit im Alter von 30 bis 60 Jahren auf.

Wie manifestiert sich dieses Syndrom?

Die Symptome des Syndroms ähneln den allgemeinen Symptomen, die für Läsionen des Magens oder des Zwölffingerdarms charakteristisch sind. Die wichtigsten Manifestationen der Krankheit sind intensive Schmerzen im Oberbauch.

Ein wichtiges Anzeichen ist Durchfall, der durch eine große Menge von Salzsäure in den Dünndarm verursacht wird. Der Stuhl ist wässrig, mit viel Fett. Eine signifikante Abnahme des Körpergewichts ist möglich. Bei einem bösartigen Krankheitsverlauf sind Tumorbildungen in der Leber und deren signifikanter Anstieg möglich.

Wie behandelt man das Zollinger-Ellison-Syndrom?

Während der Behandlung dieses Syndroms unterscheidet man folgende Phasen:

  • spezielle Medikamente für die maximale Abnahme des Salzsäure- und Magensaftgehalts kommen zum Einsatz;
  • bei Verdacht auf Malignität des Gastrinoms und bei Ineffektivität einer konservativen Behandlung ist eine chirurgische Entfernung des Tumors angezeigt;
  • es gibt Fälle, bei denen die chirurgische Entfernung von Neoplasmen fast unmöglich ist. In solchen Fällen ist eine Chemotherapie notwendig.

Es besteht das Risiko von Komplikationen: Verengung des Lumens der unteren Speiseröhre, gastrointestinale Blutungen, kritischer Gewichtsverlust, beeinträchtigte Herzfunktion, Metastasierung sowie Tumorkompression der Gallengänge.

 

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