Zika-Virus

Was ist das Zika-Virus?

Das Zika-Virus, auch Zikv-Virus genannt, ist ein Virus, das erstmals 1974 in Uganda im Wald von Zika (daher der Name) entdeckt wurde. Das Virus verursacht eine Infektion, die sich durch den Stich von infizierten Mücken der Gattung Aedes überträgt. Genetische Studien haben zwei Hauptlinien dieses Virus gezeigt, die afrikanische und die asiatische. Seit seiner Entdeckung haben epidemiologische, serologische und entomologische Studien die Zirkulation dieses Virus in mehreren Ländern Afrikas, wie Sierra Leone, Kamerun oder Senegal, und in Asien, wie Pakistan, den Philippinen oder Malaysia, bestätigt.

Seit 2014 wurden der Weltgesundheitsorganisation weltweit mehrere Infektionsfälle gemeldet: Peru meldete im selben Jahr einen Fall auf der Osterinsel, Brasilien einen weiteren im Jahr 2015, und bis heute wurde die Organisation über mehrere Fälle in Regionen Amerikas informiert.

Wie steckt man sich mit dem Zika-Virus an?

Die Ansteckung erfolgt durch den Stich der Aedes aegypti-Mücke, die für die Übertragung anderer Krankheiten verantwortlich ist, die in gemäßigten Zonen auftreten, wie zum Beispiel Dengue-Fieber, Chikungunya oder Gelbfieber. Die Besonderheit dieses Virus besteht jedoch darin, dass es nicht nur durch den Stich eines Insekts übertragen wird, sondern auch durch Blut sowie sexuellen Kontakt, da das Zika-Virus länger im Sperma verbleibt.

Auch Bluttransfusionen können eine Ansteckung verursachen, wenn der Spender infiziert ist. Die Übertragung von der Mutter auf den Fötus wird noch untersucht. Die Möglichkeit einer Verbreitung auf diesem Weg ist möglich, aber die Folgen für den Fötus und die Häufigkeit, mit der diese Ansteckung auftritt, befinden sich noch im Untersuchungsstadium.

Welche Symptome treten auf?

Nach dem Stich der Mücke kann das Zika-Virus drei bis zwölf Tage im Körper verbleiben. Von diesem Zeitpunkt an kann es zu ersten Manifestationen kommen, auch wenn nicht bei allen Betroffenen sichtbare Symptome auftreten.

Am häufigsten treten rötliche Plaques auf der Haut auf, die von leichtem Fieber, Kopf-, Bindehaut- und Muskelschmerzen begleitet sein können. Bei manchen Menschen können auch Schwäche und Entzündungen der Gelenke, Durchfall, Erbrechen und/oder Appetitlosigkeit auftreten. Die Symptome sind ähnlich wie bei anderen Krankheiten wie Dengue-Fieber oder Chikungunya, da sie von derselben Mücke verursacht werden.

Welche Präventionsmaßnahmen gibt es?

Es gibt derzeit keinen Impfstoff gegen die Infektion. Die Hauptmaßnahme zur Vermeidung der Ausbreitung der Krankheit ist die Verhinderung des Mückenstichs. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Aedes aegypti im Gegensatz zu anderen Moskitos nachts normalerweise nicht sticht, sodass die Verhinderung des Schlafens mit einem insektizid-imprägnierten Moskitonetz nicht sehr effektiv ist. Wir haben es mit einer Stadtmücke zu tun, die normalerweise tagsüber sticht, in Städten und in sauberen Gebieten, nicht in stehenden Gewässern.

Aus diesem Grund empfehlen Experten, die Haut mit langen Hosen und langärmeligen Hemden zu bedecken und starke Abwehrmittel zu verwenden. Schwangeren Frauen ist empfohlen, nicht in Gebiete zu reisen, in denen das Virus möglicherweise vorhanden ist.

Wie erfolgt die Diagnose?

In den ersten Tagen nach dem Mückenstich lässt sich die Krankheit durch einen Bluttest diagnostiziert. Ab dem fünften Tag wird die Analyse es ermöglichen, die im Blut vorhandenen Antikörper gegen das Virus zu lokalisieren.

In den meisten Fällen basiert die Diagnose auf den klinischen Symptomen und ihrem epidemiologischen Hintergrund. Das heißt, ob man in vom Virus betroffene Gebiete gereist ist.

Wie kann man das Zika-Virus behandeln?

Es gibt keine Behandlung für die Infektion mit dem Zika-Virus. Die Pflege würde darauf abzielen, die Auswirkungen der Symptome zu minimieren. Bei Patienten, die die Symptome wie Fieber oder Kopfschmerzen aufweisen, zielen die durchzuführenden Maßnahmen darauf ab, sie mit Analgetika oder Medikamenten zu lindern, die der Spezialist in diesen Fällen angibt. Der Patient sollte sich auszuruhen und viel Flüssigkeit trinken. Besonders in Gegenden mit heißem Wetter und wenn der Patient Fieber hat, um eine Dehydrierung zu verhindern.

Im Allgemeinen empfehlen Ärzte, bis zur Bestätigung der Diagnose kein Aspirin oder nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente einzunehmen, falls es sich um Dengue-Fieber handelt.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Infektionskrankheiten
Tropenmedizin