Krebserkrankung: Zentralnervensystem

Was ist eine Krebserkrankung des Zentralnervensystems?

Bei einer Krebserkrankung des Zentralnervensystems (ZNS) entstehen gutartige und bösartige Tumoren im Gehirn und Rückenmark. Faktoren, die das Wachstum von Tumoren verursachen oder beschleunigen können, sind traumatische Hirn- und Rückenmarksverletzungen, Virusinfektionen und hormonelle Ungleichgewichte.

Unter den bösartigen Tumoren sind Glioblastome (ein Tumor aus Neuroglia, ein Komplex von Hilfszellen des Nervensystems, die Neuronen umgeben und wichtige Funktionen bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung der Struktur des Zentralnervensystems erfüllen) und metastatische Tumore am häufigsten. Bei den gutartigen Tumoren sind Meningeome (Tumoren aus den Membranen des Gehirns und des Rückenmarks), Schwannome (Tumoren aus den Membranen der Nerven) am häufigsten.

Wie manifestieren sich Krebserkrankungen des Zentralnervensystems?

Die Manifestationen der Krankheit hängen von der Lokalisation des Tumors ab, sodass verschiedene Patienten völlig unterschiedliche Symptome haben können. Die Manifestation der klinischen Manifestationen von Neoplasien des Zentralnervensystems und die Entwicklung von Symptomen im Laufe der Zeit können variieren. Es gibt nur wenige gemeinsame Symptome für alle Krebserkrankungen des Zentralnervensystems. Dazu zählen Kopfschmerzen und Erbrechen, besonders am Morgen.

ZNS-Tumoren manifestieren sich durch psychische Störungen, Krampfanfälle oder deren nicht-konvulsive Entsprechungen, beeinträchtigte Hirnnervenfunktion (Geruch, Sehen, Hören usw.), beeinträchtigte Funktion der Arme oder Beine, beeinträchtigtes Empfinden und Schmerzen in Rücken, Arme und Beine, Sensibilitäts- und Bewegungsstörungen in Armen und Beinen, gestörtes Wasserlassen und gestörter Stuhlgang (bei Tumoren des Rückenmarks).

Welche Methoden werden bei der Behandlung von ZNS-Krebserkrankungen angewendet?

Die Diagnose eines ZNS-Tumors wird durch Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) gestellt.

Bei einer Krebserkrankung des Zentralnervensystems gibt es drei Hauptbehandlungsmethoden:

  • Chirurgische Operation: Die Aufgabe des Chirurgen ist es, die Entfernung des Tumors zu sichern. Ist dies nicht möglich, muss ein kleines Stück Gewebe zur histologischen Untersuchung entnommen werden, um herauszufinden, aus welchen Zellen dieser Tumor besteht.
  • Strahlentherapie: Gehirn und Rückenmark werden bestrahlt, um das Risiko von Metastasen zu verringern. Kinder unter drei Jahren erhalten keine Strahlentherapie. Das Zentralnervensystem eines Kindes ist in diesem Alter noch nicht ausgereift, sodass eine Strahlentherapie zu irreversiblen Behinderungsfolgen führt.
  • Chemotherapie ist sowohl vor dem Hintergrund der Strahlentherapie als auch nach deren Abschluss durchführbar. Chemotherapeutika injiziert man intravenös oder in Form von Tabletten in den menschlichen Körper, wodurch sich das Wachstum von Tumorzellen stoppen lässt.

 

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