Blume

Winter: Naturheilkunde gegen Stimmungstief

Neben einer Lichttherapie hält auch die Naturheilkunde (Kräutermedizin) einige Mittel gegen das winterliche Stimmungstief bereit.

Welche Mittel aus der Naturheilkunde helfen gegen Winterblues?

Das bekannteste ist das Johanniskraut (Hypericum perforatum). Die Heilpflanze mit den leuchtend goldgelben Blüten galt bereits bei den Germanen als Symbol für die Sonne, die das „Dunkle und Kranke“ bannen konnte. Im Mittelalter schätzte man sie als vielseitiges Heilmittel, beispielsweise zur Wundheilung oder bei Schmerzen. Und auch die stimmungsaufhellende Wirkung war bereits wohlbekannt und wurde bewusst eingesetzt, um den „Dämon der Melancholie auszutreiben“.

Naturheilkunde: Johanniskraut gegen Stimmungstief

Heute ist medizinisch nachgewiesen, dass Johanniskraut bei Stress, Überbelastung und leichten bis mittelschweren Depressionen Linderung verschafft. Bei seelischen Verstimmungen wird es hauptsächlich als Tee aus dem getrockneten Kraut oder in Kapsel- und Tablettenform verabreicht.

Diese Präparate haben gegenüber synthetischen Antidepressiva den Vorteil, dass sie gut verträglich sind und so gut wie keine Nebenwirkungen haben: Bei Menschen, die Johanniskraut-Präparate einnehmen, wurde lediglich eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut beobachtet. Aus diesem Grunde sollte man während der Behandlungszeit auf Sonnenbäder oder Solarien verzichten. Ebenso sollten Johanniskrautpräparate nicht während einer Lichttherapie eingenommen werden. Die Wirkung des Gute-Laune-Pflänzchens tritt nach etwa zwei bis drei Wochen ein.

Medikamentöse Behandlung nur in hartnäckigen Fällen

Die Wintermelancholie kann auch mit Medikamenten behandelt werden. Synthetische Antidepressiva haben jedoch gegenüber pflanzlichen Mitteln wie Johanniskraut den Nachteil, dass sie stärkere Nebenwirkungen haben und meist erst nach drei bis vier Wochen wirken.

 

Autor

Dr. med. Ulrike Stebner

 

Bildnachweis: Didgeman | pixabay

 

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