Winter: Bewegung an der frischen Luft

Müde und schlapp? Ab nach draußen!

Wenn es draußen dunkel und ungemütlich kalt ist, wächst das Bedürfnis, sich zu Hause unter eine warme Decke zu kuscheln. Wenn man jedoch nur noch schlapp auf dem Sofa hängt und sich zu nichts mehr aufraffen kann, hat das mit Gemütlichkeit nichts mehr zu tun. Auch wenn es zu Anfang schwerfällt: Raffen Sie sich auf, und bewegen Sie sich an der frischen Luft! So bekommen Sie nicht nur die Müdigkeit und Lustlosigkeit in den Griff, sondern Sie tun sich und Ihrem Körper auch noch etwas Gutes.

Frische Luft tut gut

Wer jeden Tag an die frische Luft geht, tut seinem Körper viel Gutes. Es bringt den Kreislauf in Schwung, öfter mal nach draußen zu gehen. Machen Sie Spaziergänge. Öffnen Sie morgens weit das Fenster und tanken frische Luft

Bewegung macht munter

Sport ist der Müdigkeits-Killer schlechthin. Er bringt den Kreislauf auf Trab, kurbelt den Stoffwechsel an und mobilisiert das Immunsystem. Außerdem vertreibt Bewegung Niedergeschlagenheit, baut Stress und Spannungen ab und macht gute Laune – genau das, was Ihnen im Winter gut tut.

Wer sportlich aktiv ist, der kennt das Gefühl, nach dem Training zwar erschöpft, aber glücklich und zufrieden zu sein. Das liegt an der erhöhten Produktion von bestimmten Gehirnbotenstoffen und Hormonen. So steigt beim Sport beispielsweise die Konzentration der Endorphine (das sind die sogenannten Glückshormone) an, ebenso wie die des Botenstoffs Serotonin, der im Winter oft nur in geringen Mengen vorhanden ist. Eine Extra-Dosis des Gute-Laune-Machers kommt daher gerade in dieser Jahreszeit besonders gelegen. Und ein Schuss des Hormons Adrenalin sorgt im Übrigen dafür, dass wir wieder Antrieb und Motivation verspüren.

Tipps für mehr Bewegung an der frischen Luft

Wie wäre es also mit einem schwungvollen Fitnessprogramm, um der Wintermüdigkeit und Melancholie zu trotzen? Ganz gleich, ob Sie lieber allein durch den Wald joggen, im Fitness-Studio ins Schwitzen kommen oder mit ein paar Freunden Squash spielen gehen – mindestens einmal pro Woche sollten Sie sich die Zeit nehmen, sich und Ihren Körper so richtig auf Trab zu bringen. Die Mühe zahlt sich aus, denn schon nach kurzer Zeit werden Sie wieder schwungvoll und mit vollem Elan in den Tag gehen können.

Allerdings ist Sport nur solange gesund und fördert ein starkes Immunsystem, wie er in Maßen betrieben wird. Wer übertreibt und ständig an seine Belastungsgrenze geht, kann Infekte sogar fördern. Lassen Sie also den Leistungssport links liegen und trainieren Sie lieber etwas weniger, dafür aber gesünder. Und wenn nicht die Leistung, sondern die Freude an der Bewegung und an der Geselligkeit im Vordergrund steht, macht Sport auch viel mehr Spaß.

Wie wäre es beispielsweise mit einer leichten Morgengymnastik von fünf bis zehn Minuten – möglichst vor dem offenen Fenster? Probieren Sie es aus.

Raus bei jedem Wetter

Wenn es draußen stürmt und regnet, ist es drinnen in der warmen Stube am gemütlichsten. Doch wenn das unfreundliche Wetter länger anhält, kann einem schon einmal die Decke auf den Kopf fallen. Und auch Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie die Stubenhockerei nicht übertreiben, denn wer sich ständig in der geheizten Wohnung aufhält, ist besonders anfällig für Erkältungen.

Also hinein in in die dicke Winterjacke, Regenschutz und festes Schuhwerk anlegen, und hinaus in das Sauwetter! Egal ob es Bindfäden regnet oder der eiskalte Wind heult – mit der angemessenen Kleidung ist es ein belebendes Erlebnis, das Spiel der Naturgewalten haunah zu erleben. Lassen Sie sich vom stürmischen Wind richtig durchpusten, genießen Sie es, die prickelnden Regentropfen auf Ihrer Haut zu spüren und die eiskalte, aber erfrischend klare Luft einzuatmen. Und wenn Sie sich danach in einem gemütlichen Restaurant bei einem guten Essen wieder aufwärmen, ist das ein perfekter Abschluß.

Sie haben für Regen und Sturm absolut nichts übrig? Dann denken Sie doch einmal zurück an Ihre Kindheit. Gab es da etwas Schöneres, als mit Regenjacke und Gummistiefeln im strömenden Regen durch die größten Pfützen zu planschen? „Sauwetter“ kann auch schön sein – es kommt halt immer darauf an, was man daraus macht.

 

Autor
Dr. med. Ulrike Stebner

 

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