Vorhofflattern

Was ist Vorhofflattern?

Vorhofflattern ist eine supraventrikuläre kardiale Tachyarrhythmie, die durch eine sehr schnelle (normalerweise zwischen 250 und 350 Impulsen pro Minute) und regelmäßige Vorhofaktivierung gekennzeichnet ist. Der von den Vorhöfen kommende Impuls wird auf der Ebene der Übergangsregion zwischen Vorhöfen und Ventrikeln (atrioventrikuläre Verbindung) blockiert.

Das Ausmass dieser Blockade hängt von der ventrikulären Aktivierungsrate ab (entspricht in der Regel der Hälfte der Vorhofrate, das heißt etwa 150 Schläge pro Minute).

Wann tritt Vorhofflattern auf?

Vorhofflattern tritt in der Regel bei Patienten mit folgenden Pathologien auf:

  • Herzkrankheit mit Vorhofdilatation (kongestive Herzinsuffizienz, Mitral- und Trikuspidalklappenvalvulopathie);
  • entzündliche Prozesse in den Vorhöfen;
  • atriale Infiltrationsprozesse (Amyloidose etc.);
  • andere Begleiterkrankungen: Perikarditis, Ateminsuffizienz;
  • kürzliche Herzoperationen.

In einigen Fällen hält das unbehandelte Vorhofflattern lange Zeit (Monate oder Jahre) an. Aber seine natürliche Entwicklung (wenn kein Eingriff erfolgt) geht in Richtung Vorhofflimmern, normalerweise innerhalb weniger Wochen. Im Elektrokardiogramm (EKG) erscheinen Wellen konstanten Aussehens, die F-Wellen, die mit Sägezähnen aufeinander folgen.

Welche Symptome treten beim Patienten auf?

Der Patient verspürt Herzklopfen proportional zur Herzkammerfrequenz. Angina pectoris und Symptome der Herzinsuffizienz können ebenfalls vorhanden sein. Im Vergleich zum Vorhofflimmern ist die pulmonale thromboembolische Komplikation seltener.

Wie erfolgt die Behandlung?

Die Behandlung des Vorhofflatterns sollte rechtzeitig erfolgen, insbesondere in Fällen von begleitenden Herzerkrankungen. Die Behandlungsmöglichkeiten hängen jedoch vom klinischen Zustand des Probanden ab und reichen von der elektrischen Niederspannungs-Kardioversion bis zum Einsatz von Antiarrhythmika (Betablocker, Kalziumkanalblocker oder Digitalis zur Verlangsamung der Herzkammerrate, Chinidin, um zu versuchen, den Sinusrhythmus wiederherzustellen, Chinidin, Flecainid, Propafenon und Amiodaron, um Rezidive zu verhindern) und zur Platzierung eines Vorhof-Schrittmachers (ein Verfahren, das bei Patienten mit postoperativem Herzinfarkt und Myokardinfarkt indiziert sein kann).

 

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