Vojta-Therapie: Kinderbehandlung

Was ist eine Vojta-Therapie bei Kindern?

Die Vojta-Therapie bei Kindern ist eine physikalische Therapie bei motorischen Störungen, die durch Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Gehirns hervorgerufen werden. Die Vojta-Diagnostik ist ein Komplex von Manipulationen zur Erkennung einer gestörten motorischen Entwicklung von Säuglingen unter einem Jahr. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht die rechtzeitige Korrektur von Pathologien.

Wann verwendet man die Vojta-Therapie bei Kindern?

Die Therapie wurde zur Behandlung von motorischen Erkrankungen entwickelt, die durch Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Zentralnervensystems bei Kindern jeden Alters und Erwachsenen hervorgerufen werden. Es ist eine der wirksamsten Methoden bei der Behandlung von Läsionen des Zentralnervensystems, die mit einer Beeinträchtigung der motorischen Aktivität einhergehen. Beispielsweise bei der Diagnose und Behandlung von Cerebralparese sowie bei der Behandlung von Verletzungen.

Wie verläuft eine Vojta-Therapie-Sitzung?

An bestimmten Körperstellen kommt es bei Kindern durch Druck auf die Zonen zu unbewusst wiederholten motorischen Reaktionen von Rumpf und Gliedmaßen.

Der Spezialist wählt für jeden Patienten eine bestimmte Kombination und die Art der Auswirkung auf die Zonen sowie die für diesen Patienten effektivsten Positionen aus. Da die Therapie drei bis viermal täglich durchgeführt wird, sind die Eltern direkt in den Behandlungsprozess involviert. Ein Spezialist bildet die Eltern aus, überwacht ihre „Arbeit“ und führt bei Bedarf Kurskorrekturen durch. Die Korrektur erfolgt regelmäßig und hängt vom Grad der motorischen Entwicklung ab.

Was sind Indikationen für die Vojta-Therapie bei Kindern?

Die Vojta-Therapie bei Kindern ist als Basis einsetzbar für:

  • Cerebralparese;
  • verzögerte psychomotorische (motorische, sprachliche) Entwicklung;
  • periphere Parese oder Handlähmung;
  • Bewegungsstörungen aufgrund von Schäden des Zentralnervensystems bei Infektionskrankheiten (Poliomyelitis (akute ansteckende Krankheit des Nervensystems), Enzephalitis (Entzündung des Gehirns), Polyneuropathie (Schädigung der Nerven)) und physischen Faktoren (traumatische Hirnverletzung, elektrische Verletzung usw.);
  • Verletzung der Körperhaltung, Skoliose;
  • Hüftdysplasie (Entwicklungsstörung der Hüfte);
  • systemische Bindegewebserkrankungen.

Zu den Gegenanzeigen für die Vojta-Therapie bei Kindern gehören akute Krankheiten, die von Fieber oder Entzündungen begleitet sind und eine onkologische Pathologie im Stadium der Therapie.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Neurologie
Stütz- und Bewegungsapparat, Erkrankungen