Evozierte Potentiale: Visuell evozierte Potentiale

Was sind visuell evozierte Potentiale?

Visuell evozierte Potentiale beinhalten das Testen des Sehnervs, der bei der Untersuchung durch optische Reize angesprochen wird. Hierbei beobachten Experten die Reaktionen des Auges. Ein Nerv erhält von außen eine Stimulierung und die im Gehirn folgenden Effekte aufgezeichnet (=Evozierte Potentiale).

Die Registrierung der Reaktionen der Sehnerven erfolgt mit Elektroden, die die Gehirnströme messen. Mit dieser Methode kann man das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Schäden an der Netzhaut der Großhirnrinde feststellen.

Vor Beginn der Untersuchung bringt der Arzt mehrere Elektroden am Kopf an. Jedes Auge wird normalerweise separat untersucht.

Was bedeutet „evoziertes Potential“?

Die Nutzung evozierter Potentiale ist eine Methode, um schwache Veränderungen der elektrischen Aktivität des Gehirns als Reaktion auf einen Stimulus verschiedener Modalitäten zu bestimmen. Die Methode ermöglicht es, objektive Informationen über den Zustand der peripheren und zentralen Verbindungen verschiedener sensorischer Systeme wie Sehen, Hören usw. zu erhalten.

Die Methode ist nicht-invasiv und objektiv. Für sie gibt es keine Kontraindikationen. Mit ihr können Fachleute die Funktionen des Zentralnervensystems testen.

In welchen Fällen kommen visuell evozierte Potentiale zum Einsatz?

Ärzte empfehlen, visuell evozierte Potentiale für die Diagnose bei verschiedenen Krankheiten einzusetzen, die mit Sehbehinderungen einhergehen können. Hierzu zählen unter anderem:

  • Multiple Sklerose;
  • Tumoren und Gefäßfehlbildungen mit Kompression des Sehnerven;
  • Diabetes (Zuckerkrankheit);
  • ischämische, toxische oder metabolische optische Neuropathie (periphere Nervenschäden);
  • Amblyopie (vermindertes Sehvermögen);
  • okulare Hypertonie (erhöhter Augeninnendruck).

Darüber hinaus können Experten mit der Methode der visuell evozierten Potentiale die Prognose von Sehstörungen bei Krankheiten wie Glaukom (Grüner Star), Arteriitis Temporalis (chronisch entzündlicher Prozess), Sehnerventrauma und einigen anderen bestimmen.

 

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