Venenheilkunde (Phlebologie)

Was ist Venenheilkunde (Phlebologie)?

Die Venenheilkunde (Phlebologie) ist eine zusätzliche Weiterbildung und umfasst die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen und Fehlbildungen der zum Herzen hinführenden Blutgefäße der Beine. Die Phlebologie ist ein Zweig der Angiologie, aber stellt eine recht breite medizinische Spezialisierung dar.

Fachärzte für Phlebologie sind auf die Diagnose von Venenerkrankungen spezialisiert, entwickeln Behandlungsschemata und verhindern das Entstehen und Fortschreiten verschiedener Lymph- und Venenerkrankungen. Phlebologen spezialisieren sich auf Krampfadern und andere Erkrankungen der Beine.

Welche Krankheiten gehören zum Bereich der Phlebologie?

Die meistverbreiteten Erkrankungen im Bereich der Venenheilkunde sind:

  • Phlebitis (Venenentzündung);
  • Thrombophlebitis (Blutgerinnsel bilden sich in oberflächlichen Venen);
  • Krampfadern;
  • chronische venöse Insuffizienz (CVI) (beeinträchtigter venöser Ausfluss);
  • Thrombose;
  • Phlebopathologie ist eine Kombination mehrerer Pathologien der Venen;

Welche Symptomatik ist für diese Krankheiten typisch?

Für die Venenerkrankungen sind folgende Symptome charakteristisch:

  • häufige nächtliche Krampfanfälle der Beine;
  • Erscheinung von dunklen Flecken auf den Füßen;
  • wenn es Gefäßnetze gibt;
  • Schwellungen, Müdigkeit, Gefühl der Überbelastung in den Beinen und Schmerzen;
  • wenn das Unterhautgewebe sichtbar verdichtet ist;
  • Knoten und Venenerweiterungen an den Beinen sind sichtbar;
  • ungewöhnliches Wärmegefühl in der Beinmuskulatur nach geringer körperlicher Aktivität oder nach einer Haltungsänderung.

Bei welchen Patienten können sich Venenerkrankungen manifestieren?

Das Risiko von Entwicklung der Krankheiten steigt bei folgenden Gruppen:

  • Personen, die Venenerkrankungen vererben können;
  • ältere Menschen;
  • Personen, deren berufliche Tätigkeit mit dem ständigen Sitzen verbunden ist;
  • Personen, die Alkohol missbrauchen und andere schädliche Gewohnheiten haben;
  • Frauen während ihrer Schwangerschaft;
  • Personen, deren berufliche Tätigkeit mit einer schweren Belastung der Füße verbunden ist;
  • Menschen, die an Übergewichtigkeit leiden.

Welche Diagnostikmethoden verwendet man in der Phlebologie?

Es wird ein Ultraschall-Duplex-Scannen von Gefäßen der unteren Extremitäten durchgeführt. Dies ist eine nicht-invasive, absolut schmerzfreie Ultraschalluntersuchungsmethode. So kann man die Vena saphena und die tiefen Venen „sehen“, die Art der Durchblutung und den Zustand der Venenklappen beurteilen.

Falls erforderlich, erhält der Patient Anweisungen für andere Tests. Es kann sich also um ein Koagulogramm (Blutgerinnungstest), allgemeine und biochemische Blutuntersuchungen usw. handeln. Dies ermöglicht, die Qualität der Durchblutung zu beurteilen und die Art der Gefäßpathologie zu bestimmen. Unter Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse verschreibt ein Phlebologe im Einzelfall die notwendigen Behandlungs- und Folgemaßnahmen.

Wie werden Venenerkrankungen behandelt?

Venenerkrankungen können sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden. Die Verabreichung von Arzneimitteln, die die Bildung von Blutgerinnseln ausschließen sollen, kann vorgeschrieben werden. In diesem Stadium ist eine Sklerotherapie vorgeschrieben. Dies ist die Entfernung eines Gefäßes durch Medikamente, keine Operation.

Unter den Operationen zur Behandlung von Krampfadern und anderen Krankheiten ist die Phlebektomie die häufigste. Dies umfasst eine Operation, mit der man den Stamm einer großen Vena saphena entfernen kann.

 

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