Uterusfibrom

Was ist ein Fibrom der Gebärmutter?

Ein Uterusfibrom ist ein gutartiger Tumor, der sich in der Gebärmutter entwickelt. Er kann verschiedene Ursachen haben. Fibrome (auch: Fibroide oder Fibromyome) stehen unter dem Einfluss weiblicher Hormone. Sie bilden mehr oder weniger abgerundete Massen, die mehrere Zentimeter messen und mehrere Kilo wiegen können.

Arten des Uterusfibroms

Es gibt drei Hauptformen, die beschreiben, an welcher Stelle sich das Uterusfibrom entwickelt:

  • Submuköses Fibrom: Es ragt in die Gebärmutterhöhle hinein. Diese Form ist für Blutungen und Unfruchtbarkeit verantwortlich.
  • Interstitielles Uterusfibrom: Es ist in den Gebärmuttermuskeln eingebettet. Es kann Schmerzen, Schweregefühl und Unfruchtbarkeit verursachen.
  • Suberiöses Fibrom: Dieses ragt aus der Gebärmutter heraus. Die Form kann Schmerzen und Schweregefühl verursachen.

Diese drei Befundorte können miteinander in Verbindung gebracht werden. Eine Gebärmutter, die polymyomatös oder fibromatös genannt wird, bedeutet, dass sie mehrere Myome trägt.

So diagnostizieren Frauenärzte Gebärmutterfibrome

Bei der klinischen Untersuchung (Abtasten des Abdomens, Becken-, Vaginal- und Rektaluntersuchung) stellt der Arzt oder die Ärztin eine harte, schmerzlose Masse fest, die an der Gebärmutter haftet. Der Arzt wird auch nach einem Prolaps (Absenkung eines Organs), Stressharninkontinenz oder Läsionen schauen.

Folgende Untersuchungsmethoden kommen zum Einsatz:

  • Ultraschall ist die Schlüsseluntersuchung für den Nachweis von Myomen, ihrer Größe und Lokalisation.
  • Die Hysterographie ist die Untersuchung, die notwendig ist, um das Aussehen der Gebärmutterhöhle und ihre durch das Myom verursachte Verformung zu erkennen.
  • Bei der Hysteroskopie mit einer Kamera in der Gebärmutter können Experten auch die Gebärmutterhöhle einsehen.
  • Eine Blutuntersuchung kann bei starken Blutungen eine Anämie.

Uterusfibrom: Wie ist der Verlauf?

Fibrome der Gebärmutter sind in Hinblick auf Wachstum und Folgebeschwerden nicht vorherzusehen. Sie folgen der Entwicklung des weiblichen Zyklus. Es ist wichtig zu wissen, dass Myome nach der Menopause keine Symptome mehr verursachen: Es wäre sogar gefährlich, Probleme bei einer postmenopausalen Frau auf ein zuvor bekanntes Myom zurückzuführen. Darüber hinaus verschwinden sie manchmal nach den Wechseljahren, weil sie hormonabhängig sind. In Verbindung mit einem Östrogenüberschuss, hören sie auf, zu wachsen und verkalken.

Jedoch können Myome sich vor der Menopause kompliziert entwickeln, z. B.:

  • schwere Blutungen, die eine schwere Anämie verursachen;
  • Kompression der Nachbarorgane: Blase, Darm, Harnleiter.

Uterusfibrom und Schwangerschaft

Schwangerschaft kann in einer Gebärmutterhöhle mit Fibrom auftreten. Sie überwacht der Frauenarzt in diesem Fall jedoch besonders sorgfältig.  Tatsächlich nimmt das Myom während der Schwangerschaft an Volumen zu, wird weicher, verändert Form und Position und steigt an. Die Risiken sind wie folgt:

  • frühe spontane Fehlgeburt;
  • vorzeitige Entbindung;
  • Nekrose.

Behandlung von Gebärmuttermyomen

Die meisten Myome sind mittelgroß, schmerzfrei und erfordern nur eine regelmäßige Überwachung und keine Behandlung. Es werden nur solche Uterusfibrome behandelt, die auffällig werden. Zur medizinischen Behandlung werden weibliche Hormone eingesetzt. Diese Behandlung ist besonders bei blutenden Myomen angezeigt.

In einigen Fällen ziehen Ärzte eine Operation in Betracht. Die Entfernung der Gebärmutter kann zu Beginn der Menopause nötig sein, im Falle einer polymyomatösen Gebärmutter, die hämorrhagisch (zu Blutungen führend) oder schmerzhaft ist. Jede dieser Techniken hat Vor- und Nachteile, die abzuwägen sind, bevor man sich für eine von ihnen entscheidet – insbesondere hinsichtlich der Frage nach einem Kinderwunsch.

 

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