Unterhaut

Wie ist die Unterhaut aufgebaut?

Allmählich, ohne scharfe Grenze, geht die Lederhaut in Richtung Körperinneres in die Unterhaut (Subkutis) über. Ihre Hauptbestandteile sind lockeres Bindegewebe und Unterhautfettgewebe. Hier können 15 bis 20 Kilogramm Fett für schlechte Zeiten eingelagert werden. Diese Funktion hat im Lauf der Jahrmillionen unzählige Menschenleben gerettet. In der hochzivilisierten westlichen Welt samt ihren allzeit überquellenden Kühlschränken bringt sie vielen Leuten eher Last und Plage.

Das Bindegewebe mitsamt der Unterhaut bewirkt darüber hinaus, dass sich die Haut auf dem Körper verschieben und bewegen lässt. Die Haut wird so nicht bei jeder Bewegung überdehnt, und die Muskeln haben freies Spiel. Andernfalls säßen die Menschen in einer Art Lederschale fest.

Wärmeregulation und Nährstofftransport bis in die tiefste Hautzelle

Zur menschlichen Wärme trägt ein weiteres Merkmal der Unterhaut bei: Von hier aus senden die Blutgefäße ihre feinen Verästelungen hinauf bis in die Basalzellschicht. So wird die Haut schön warm (außer wenn die Hauttemperatur wegen der Wärmeregulation zurückgefahren werden muss). Und nebenbei transportiert das Blut die nötigen Nährstoffe bis unter die Hornschicht.

 

Informationen zur Oberhaut, Lederhaut und Haut insgesamt finden Sie auch in diesem Gesundheitslexikon.

 

Autor

Dr. med. Johannes Müller

 

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