Vorgeburtlicher Ultraschall – transkutan

Eine Ultraschall-Untersuchung ist eine bildgebende Untersuchungsmethode der inneren Organe ohne Anwendung von Strahlung. Der Zweck des vorgeburtlichen Ultraschalls besteht darin, den Allgemeinzustand des ungeborenen Kindes und der Mutter zu beurteilen und mögliche erbliche und angeborene Anomalien in verschiedenen Stadien der Schwangerschaft zu diagnostizieren.

Der vorgeburtliche Ultraschall ist eine nicht-invasive und absolut sichere Methode, um den Gesundheitszustand des Fötus und der werdenden Mutter zu bestimmen.

Wann wird ein vorgeburtlicher Ultraschall eingesetzt?

Eine Frau, die ein Kind erwartet, erhält in der Regel drei Ultraschalluntersuchungen in verschiedenen Stadien der Schwangerschaft:

  • 11.–14. Schwangerschaftswoche: Während dieser Untersuchung beurteilt der Frauenarzt den Ort der Anhaftung von der Eizelle, die Struktur des Fötus, um genetische Anomalien auszuschließen, die Struktur der extraembryonalen Organe, um die Gefahr einer Fehlgeburt zu erkennen. Wenn der Fötus und die Mutter beim ersten Ultraschallbesuch keine Pathologien aufweisen, wird die Untersuchung das nächste Mal im zweiten Trimester durchgeführt.
  • 13.–21. Schwangerschaftswoche: Der Hauptzweck dieser zweiten Screening-Untersuchung ist es, angeborene unheilbare Defekte des Fötus auszuschließen. Zu diesem Zeitpunkt ist es möglich, die Darstellung des Fötus, die Proportionalität seiner Struktur, die Übereinstimmung der Größe mit dem pränatalen Alter, die Struktur des Schädels und insbesondere seines Gesichtsteils, die Entwicklung der inneren Organe und die Funktion des Herz-Kreislaufsystems zu beurteilen. Die Frist für den zweiten Ultraschall-Scan muss unbedingt eingehalten werden, da der Arzt aufgrund seiner Ergebnisse aus medizinischen Gründen einen Schwangerschaftsabbruch vorschlagen kann. Während der zweiten Ultraschalluntersuchung beurteilt der Arzt außerdem den Zustand der Gebärmutter und der Gliedmaßen, das Volumen des Fruchtwassers, die Plazentastruktur und deren Lage, die Struktur und Lage der Nabelschnur.
  • 30.–34. Schwangerschaftswoche: Der dritte und letzte obligatorische Ultraschall. Sein Hauptziel ist es, die Position des Fötus in der Gebärmutter zu bestimmen, die Übereinstimmung der Fötusgröße mit dem pränatalen Alter zu beurteilen, den Zustand der Plazenta und den Reifegrad sowie die Funktion des Herz-Kreislaufsystems des Kindes zu beurteilen.

Auf ärztliche Verschreibung können jedoch jederzeit während der Schwangerschaft ungeplante Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden.

Welche Besonderheiten hat diese Form des Ultraschalls?

In späteren Schwangerschaftsverlauf wird kein transvaginaler Ultraschall (in dieser vorgeburtlichen Untersuchung wird ein spezieller Sensor verwendet, der in die Vagina der Patientin eingeführt wird) durchgeführt, da der Sensor das Auftreten eines Uterustons verursachen kann. Die vorgeburtliche Ultraschalluntersuchung wird ebenfalls mit einem speziellen Sensor durchgeführt. In diesem Fall berührt der Sensor jedoch nur die Außenwand des Abdomens. Diese Ultraschallmethode wird in den Schwangerschaftstrimestern II und III angewendet.

Es ist bei einer Bauchultraschallmethode (transkutan) im Frühstadium erforderlich, dass die Blase gefüllt ist, sodass die Patientin vor dem Eingriff eine bestimmte Menge Flüssigkeit trinken muss. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wird es nicht notwendig sein, die Blase zu füllen, zu diesem Zeitpunkt ist der Fötus bereits recht gut sichtbar.

 

 

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