Ulcus cruris

Was ist Ulcus cruris?

Ulcus cruris ist eine pathologische Hautläsion, die sich in Form eines lang nicht heilenden Defekts der Haut und des Gewebes manifestiert. Sie entsteht infolge verschiedener Krankheiten. Am häufigsten entwickeln sich trophische Geschwüre an den unteren Extremitäten, bei denen anfänglich schlechtere Durchblutungsbedingungen vorliegen.

Unter Berücksichtigung der Pathogenese unterscheidet man zwei Hauptarten von Ulcus cruris:

  • trockene Nekrose, die in Geweben auftritt, die keine großen Mengen an Flüssigkeit enthalten;
  • nasse Nekrose, die sich in jenen Geweben entwickelt, die mit Flüssigkeit gefüllt sind.

Warum entstehen pathologische Hautläsionen?

Die Hauptursache für die Entwicklung von pathologischen Hautläsionen ist eine Verletzung der Mikro- und Makrozirkulation. Das kann vor dem Hintergrund der folgenden pathologischen Prozesse auftreten:

  • chronische Hautkrankheiten;
  • chronische Veneninsuffizienz;
  • Diabetes (Zuckerkrankheit);
  • systemische Erkrankungen;
  • lokale Durchblutungsstörungen;
  • Infektionskrankheiten;
  • Lymphabflussstörungen;
  • Erfrierungen;
  • schwere Vergiftungen.

Wie manifestiert sich Ulcus cruris?

Der Bildung eines trophischen Geschwürs gehen solche Anzeichen voraus:

  • Schwellung;
  • Hyperpigmentierung der Haut;
  • Muskelkrämpfe;
  • Juckreiz;
  • Gefühl von Hitze;
  • Brennen.

Wenn ein trophisches Geschwür auftritt, ist in der Regel nur die Haut betroffen, ihre Oberfläche wird dunkelrot und ein Schorf bildet sich. Die das trophische Geschwür umgebende Haut hat eine dichtere Struktur und ist sehr pigmentiert. Mit der Entwicklung des pathologischen Prozesses kommt es zu einer Ausdehnung und Vertiefung des Hautdefekts, zum Auftreten eines Schmerzsyndroms sowie zum blutigen oder eitrigen Ausfluss aus der Wunde.

Wie lässt sich diese Krankheit behandeln?

Es ist notwendig, die richtige Therapie der Grunderkrankung sicherzustellen, deren Ursache die Entwicklung von Ulcus cruris war.

Während der medikamentösen Therapie setzt man lokale Enzympräparate ein. Im Falle einer Wundinfektion verwendet man lokale antiseptische Substanzen.

Die Ziele einer konservativen Behandlung sind:

  • Verlangsamung der Entwicklung des Prozesses;
  • Abnahme der Schmerzreaktion;
  • Reduzierung des Blutungsrisikos.

Eine chirurgische Behandlung wird nur in Fällen durchgeführt, in denen eine Infektion aufgetreten ist und die Medikamente den Entzündungsprozess nicht stoppen können. In einer solchen Situation erfolgt in der Regel eine Amputation einer Extremität.

Welche Komplikationen entstehen aufgrund Ulcus cruris?

Zu den Komplikationen von Ulcus cruris zählt man:

  • Gangrän der unteren Extremitäten, d. h. die Entwicklung einer Nekrose, die eine Indikation für eine Amputation des Beins ist;
  • Entwicklung entzündlicher Pathologien;
  • Amputation eines Gliedes.

 

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