Typ-2-Diabetes

Was bedeutet Typ-2-Diabetes?

Typ-2-Diabetes wird auch als Diabetes Typ 2 oder Altersdiabetes bezeichnet. Es ist die häufigste Form von Diabetes: Sie betrifft vor allem Menschen über dem 50. Lebensjahr, die sich unausgewogen ernähren. Typ-2-Diabetes ist eine nicht-insulinabhängige Stoffwechselkrankheit, die durch chronischen Blutzuckerüberschuss (Hyperglykämie) gekennzeichnet ist. Sie erfordert eine regelmäßige Überwachung und angemessene Behandlung, um Komplikationen zu vermeiden.

Wie funktioniert der Glukose-Stoffwechsel?

Die Regulierung des Zuckerspiegels im Körper beinhaltet:

  • Zuckeraufnahme (hauptsächlich über die Nahrung);
  • die körpereigene Herstellung von Zucker (hauptsächlich durch die Leber);
  • die periphere Verwendung von Zucker auf der Ebene der Zellen.

Insulin, ein von der Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon, ermöglicht es den Zellen, Glukose einzufangen und zu verwenden. Beim Typ-2-Diabetes gibt es eine schlechte Regulierung dieses Systems, meistens mit einem Zustand der Insulinresistenz: Um einen konstanten Zuckerspiegel aufrechtzuerhalten, benötigt der Körper mehr Insulin, da es weniger wirksam wird. Irgendwann reichen selbst große Mengen Insulin nicht mehr aus, um die zirkulierende Glukose zu nutzen, die sich im Blut ansammelt. Man spricht von einer Hyperglykämie. Irgendwann ermüdet die Bauchspeicheldrüse durch diese permanente Stimulation und ist möglicherweise nicht mehr in der Lage, genügend Insulin zu produzieren.

Ursachen und Risikofaktoren

Diese Mechanismen der Insulinresistenz betreffen vor allem Menschen mit Übergewicht. Der nicht-insulinabhängige Diabetes ist eine sehr häufige Krankheit, von der fast 7 % der Erwachsenen in Deutschland betroffen sind, Tendenz steigend. Er macht etwa 90-95 % alles Diabeteserkrankungen hierzulande.

Diabetes Typ 2 diagnostizieren Ärzte in der Regel im Alter von 40-50 Jahren. Das Alter des Krankheitsbeginns liegt jedoch früher. Es gibt nicht einen einzigen ursächlichen Faktor für die Krankheit, sondern mehrere Risikofaktoren, wie beispielsweise:

  • Genetik und Vererbung: Sehr oft wird ein Erbfaktor gefunden („mehrere Familienmitglieder haben Diabetes“).
  • Übergewicht und Adipositas: Zwischen 60 und 90% der Patienten sind deutlich übergewichtig;
  • vorrangig sitzender Lebensstil;
  • Tabakkonsum;
  • hoher Blutdruck;

All diese Risikofaktoren sollten Anlass für eine verstärkte regelmäßige Überwachung sein.

Symptome des Typ-2-Diabetes

Die chronische Hyperglykämie ist meist asymptomatisch. Wenn der Diabetes sehr unausgeglichen ist, können Symptome auftreten, die auf eine Insulin-Notwendigkeit hindeuten und eine schnelle ärztliche Untersuchung erfordern:

  • starkes Durstgefühl;
  • sehr häufiger Harndrang;
  • schwere Müdigkeit.

Leben mit Typ-2-Diabetes

Diabetes erfordert eine regelmäßige medizinische Überwachung, um die Wirksamkeit der Behandlung zu überprüfen. Glykiertes Hämoglobin oder HbA1c überprüfen Endokrinologen – also Stoffwechselexperten – alle drei Monate durch einen Bluttest. Weitere Untersuchungen sollten jährlich durchgeführt werden:

  • Es ist ratsam, einen Augenarzt aufzusuchen, um eine mögliche okuläre Komplikation zu erkennen.
  • Eine zahnärztliche Untersuchung ist wichtig, da ein hohes Abszessrisiko besteht.
  • Außerdem wird ein Lipid-Test zur Beurteilung der kardiovaskulären Risiken verlangt.
  • Eine renalbiologische Untersuchung kann Nierenversagen erkennen.
  • Ein Gefäßspezialist testet, ob die Durchblutung z. B. in den Füßen noch richtig erfolgt. Bei einem nicht richtig eingestellten Diabetes kommt es zu Durchblutungsstörungen der kleinsten Gefäße.

 

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