Prostata: TUNA-Therapie

Was ist eine TUNA-Therapie?

Die transurethrale Nadelablation (TUNA) ist ein minimal-invasives Behandlungsverfahren bei einer gutartigen Prostatavergrößerung (Hyperplasie). Das TUNA-Instrument wird durch die Harnröhre bis zur Höhe der Prostata eingeführt. Zwei sehr feine Nadeln werden dann in die Prostata eingeführt, wo sie das Prostatagewebe gezielt und kontrolliert durch Hitze zum Schrumpfen bringen.

Die transurethrale Nadelablation ist ein ambulantes Verfahren, das die Energie von Radiowellen verwendet, um den Teil der Prostata zu erhitzen und zu zerstören, der den Urin nicht normal abfließen lässt.

In welchen Fällen setzt man die TUNA-Therapie ein?

Diese Behandlungsmethode ermöglicht es, die sogenannten Symptome, die durch Prostatahyperplasie verursacht werden, zu reduzieren. Zu diesen Symptomen zählen unter anderem:

  • schnelles Wasserlassen;
  • die Empfindung einer unvollständig leeren Blase;
  • eine Unterbrechung des Urin-Strahls beim Wasserlassen;
  • vermehrtes nächtliches Wasserlassen.

Die TUNA-Therapie ist nicht anwendbar, wenn die Drüse zu groß ist oder wenn der Urinausfluss durch das Wachstum des zentralen Teils der Prostata hinter der Blase (im Mittellappen) hervorgerufen wird.

Wie ist der Verlauf einer transurethralen Nadelablation?

Die transurethrale Nadelablation (TUNA) dauert weniger als eine Stunde und ist für den Patienten in der Regel schonend. Der Eingriff erfolgt ambulant und der Patient kann noch am selben Tag wieder nach Hause gehen. Die TUNA-Therapie wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und meistens unter intravenöser Sedierung – sie verursacht Schläfrigkeit, aber der Patient ist bei Bewusstsein.

Die Lokalanästhesie für eine transurethrale Nadelablation erfolgt unter Verwendung eines Gels, das man in die Harnröhre einführt. Zusätzlich ist eine Lokalanästhesie der Prostata durch das Rektum möglich. Danach wird ein Zystoskop in die Harnröhre eingeführt. Unter visueller Kontrolle gelangen spezielle Nadeln in den Körper der Prostata. Anschließend durchlaufen sie Radiowellen, die den Körper der Prostata von innen auf 110 bis 100 Grad erwärmen, dessen Volumen reduzieren und den normalen Urinabfluss wiederherstellen.

 

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