Tumor

Was ist ein Tumor?

Ein Tumor – auch Neoplasie genannt – ist ein Gewebe, das von Zellen gebildet wird, welche von normalen Zellen genetisch verändert wurden. In der Folge vermehren sie sich unkontrolliert. Der Tumor kann gutartig sein, wenn er vollständig entfernt werden kann, ohne das Leben des Patienten zu gefährden. Eine Neoplasie ist bösartig, wenn sich die veränderten Zellen schnell und ohne Faserkapsel vermehren – auch in Gebieten, die weit von der Entstehung entfernt sind.

Wie kommt es zu einem Tumor?

Die Ursachen sind häufig auf Umweltfaktoren zurückzuführen. Die Therapie erfolgt chirurgisch, oft mit Hilfe von Strahlen- und Chemotherapie.

Klassifizierung von Neoplasien

Gewebewucherungen nehmen je nach Art und Lokalisation unterschiedliche Bezeichnungen an:

  • Karzinom: Oberbegriff für alle bösartigen Tumore epithelialen Ursprungs; undifferenziert wird es genannt, wenn die Gewebeherkunft nicht erkennbar ist.
  • Epitheliom: Neoplasie, der sich von Hautfutterepithelien ableitet, meist gutartiger Natur.
  • Adenokarzinom: bösartiger Tumor, der sich aus Drüsengewebe ableitet und ähnliche Strukturen ausbilden kann.
  • Sarkom: Oberbegriff für alle Neoplasien bindegeweblicher Herkunft; man spricht von undifferenziert, wenn die Gewebeabstammung nicht erkennbar ist.
  • Leukämie: Tumorerkrankung der weißen Blutkörperchen.
  • Adenom: gutartiger Tumor aus Drüsengewebe.
  • Polyp: gutartige, vegetative Neoplasie der Schleimhautoberflächen, der aus epithelialen Zellen besteht. Es gibt Formationen nicht-tumoraler Natur (entzündliche Polypen) und krebsartige Polypen bösartiger Natur.
  • Papillom: gutartiger, vegetativer Tumor der Epitheloberflächen, bestehend aus einem Büschel von Bindegewebspapillen, die mit häufig verdicktem Epithel überzogen sind.
  • Melanom: bösartige Neoplasie der Haut und des Auges, bestehend aus neuroektodermalen Zellen, die Melanin (Pigment) bilden. Die so genannten gutartigen Melanome (pigmentierte Nävi) sind keine Tumore, sondern kleine Fehlbildungen (Amartie).
  • Teratom: Tumor dysontogenetischen Ursprungs (malformativ), oft von erheblicher struktureller Komplexität (z. B. Dermoidzysten); eine Art von Teratom (Teratoblastom) kann bösartige Merkmale annehmen.

 

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