Zecke

Tularämie

Was ist Tularämie?

Tularämie ist eine Zoonose aufgrund einer Infektion mit einem Bakterium (Francisella tularensis). Das Hauptreservoir des Bakteriums ist der Hase, aber auch andere wildlebende Nagetiere (Wühlmäuse, Feldmäuse usw.) und Zecken (Ixodidae).

Hasen und Zecken sind die Hauptvektoren für Infektionen beim Menschen. Es gibt auch sogenannte Zufallsreservoirs, die von bestimmten Haustieren wie Schafen, Katzen und Hunden gebildet werden. Das Bakterium gelangt über die Haut, seltener über die Bindehaut, in den Körper.

Wie überträgt sich die Infektion?

Die einfache Handhabung eines kranken Hasen oder seiner Leiche reicht für eine Kontamination aus. Zwei Kinder in den Vereinigten Staaten erkrankten an pulmonaler Tularämie, nachdem sie einen Rasenmäher über eine im Rasen verborgene Hasenleiche gemäht hatten.

Indirekte Übertragung durch Zecken- oder Mückenstiche ist ebenfalls möglich. Andere Vektoren, insbesondere kleine Nagetiere und bekannte Fleischfresser, sind in jüngster Zeit impliziert worden.

Anzeichen, Symptome und Behandlung der Tularämie

Die Inkubationszeit bei Kindern beträgt drei bis fünf Tage. Die Invasionsphase ist durch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie starke Müdigkeit gekennzeichnet. Die Lage der Lymphknoten ermöglicht es, mehrere klinische Formen zu beschreiben: ulceroganglionäre, isolierte Lymphknoten, pharyngoganglionäre, oculoganglionäre und disseminierte Formen.

Die Behandlung basiert auf Antibiotika, die gegen die beteiligten Bakterien wirksam sind. Für den Menschen gibt es keinen Impfstoff gegen diese Krankheit. Tularämie steht seit 2002 auf der Liste der meldepflichtigen Krankheiten.

 

Bildnachweis: JerzyGorecky | Pixabay

 

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