Schilddrüsenkrankheiten: TSH-Screening

Was ist ein TSH-Screening?

Das TSH-Screening ist die Überprüfung der Schilddrüsenhormon-Werte durch eine Blutentnahme und deren Auswertung. Eine Blutuntersuchung auf TSH ist eine wichtige Laboruntersuchung zur Früherkennung von Schilddrüsenerkrankungen.

Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges endokrines Organ, das sich vorne am Hals unterhalb des Kehlkopfknorpels befindet. Es synthetisiert und akkumuliert Hormone im Blut, die Stoffwechsel-, Energie- und Wärmeübertragungsprozesse im Körper regulieren.

Wann ist das TSH-Screening nötig?

Zu den Indikationen für ein TSH-Screening gehören:

  • Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion (Gewichtszunahme, trockene Haut, Verstopfung, Frösteln, Schwellungen, Haarausfall, Müdigkeit, Menstruationsstörungen);
  • Symptome einer Hyperthyreose (Herzklopfen, Gewichtsverlust, Angstzustände, Handzittern, Schlafstörungen, Schwäche, Photophobie, Sehstörungen);
  • eine Vergrößerung der Schilddrüse (durch objektive Untersuchung oder durch Ultraschall festgestellt);
  • die Planung einer Schwangerschaft;
  • Schwangerschaft, wenn Risikofaktoren vorliegen (Familienanamnese, Diabetes vor der Schwangerschaft, Autoimmunerkrankungen, Unfruchtbarkeitsanamnese, Fehlgeburt);
  • Untersuchung von Säuglingen in den ersten 24 Stunden nach der Geburt;
  • weibliche Unfruchtbarkeit;
  • wenn bei den Angehörigen des Patienten eine Schilddrüsenpathologie beobachtet wurde;
  • die Untersuchung von Frauen in prämenopausalen und menopausalen Perioden;
  • die Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen;
  • die Verschreibung und während der Einnahme von Medikamenten, die die Schilddrüsenfunktion beeinflussen.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Am Vorabend der Blutentnahme sollten körperlicher, emotionaler Stress, Rauchen und Alkohol (mindestens zwölf Stunden im Voraus) ausgeschlossen werden. Die Blutentnahme erfolgt auf nüchternen Magen (vorzugsweise vor 10 Uhr morgens).

Für ein TSH-Screening sind etwa fünf bis zehn Milliliter venöses Blut notwendig. Wenn die Untersuchung in dynamischer Form erfolgen soll, sollte zur gleichen Tageszeit Blut für TSH gespendet werden, da das Hormon durch tägliche Sekretionsschwankungen gekennzeichnet ist.

Was bedeuten die Ergebnisse des TSH-Screenings?

Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen bei Kleinkindern kann zu einer Verzögerung der körperlichen und geistigen Entwicklung bei Erwachsenen führen – zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Menstruationsstörungen bei Frauen und Potenzstörungen bei Männern, erhöhtem Blutdruck und Entwicklung von Immunschwäche.

Erhöhte Werte verursachen Zittern (Tremor), Nervosität, Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Schwitzen und Durchfall.

 

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