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Truncus arteriosus communis

Was ist Truncus arteriosus communis?

Truncus arteriosus communis (oder der gemeinsame Truncus arteriosus (TA)) ist eine seltene angeborene kardiovaskuläre Anomalie, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein einzelner Truncus arteriosus (embryonale Gefäßstruktur) das Herz durch eine einzige sichelförmige Klappe (d. h. die Stammklappe) verlässt.

Die Lungenarterien entspringen aus dem Truncus arteriosus distal der Geburt der Koronararterien und proximal der Geburt des ersten brachiozephalen Aortenbogenastes. Die TA wird normalerweise bei einem großen Ventrikelseptumdefekt eingesetzt. Die intrakardiale Anatomie weist in der Regel Situs solitus und atrioventrikuläre Übereinstimmung auf.

Prävalenz und Krankheitsbild

Die Prävalenz wird auf 0,03 bis 0,056 pro 1.000 Lebendgeburten geschätzt. Es gibt dabei keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Geschlechtern, obwohl in den meisten Serien Männer stärker vertreten sind als Frauen.

Neugeborene mit Truncus arteriosus communis zeigen klinische Merkmale einer kongestiven Herzinsuffizienz in Abhängigkeit vom Ausmaß der Zunahme des pulmonalen Blutflussvolumens und dem Vorhandensein oder Fehlen einer Stammklappeninsuffizienz. Versagenssymptome treten auf, wenn sich der Lungenwiderstand bei pulmonalem Hyperflow verringert.

Die ersten Symptome, die auftreten können, sind:

  • Tachypnoe;
  • Tachykardie;
  • übermäßiges Schwitzen;
  • Unterernährung.

Truncus arteriosus communis: Welche Ursachen gibt es?

Die Ätiologie der TA ist unbekannt. In tierexperimentellen Modellen wurde die Erkrankung mit der abnormalen Entwicklung von Nervenkammzellen in Verbindung gebracht, die sich normalerweise in der Region des Ausflusstraktes des sich entwickelnden Herzens befinden; dies wird auch als ein wichtiger ätiologischer Faktor in einigen Fällen der menschlichen TA angesehen.

Der pränatale Nachweis von arteriellen Stammzellen mittels Ultraschalles wird dokumentiert. In den letzten zehn bis 15 Jahren sind klinisch signifikante Verbesserungen bei der Behandlung mit frühzeitiger Reparatur eingetreten. Man empfiehlt nun, TA in der Neugeborenenperiode zu reparieren, wobei die Morbiditäts- und Mortalitätsrate in ausgewählten Serien bei nur fünf Prozent liegt.

  

Bildnachweis: Ksenia Chernaya | pexels

 

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