Transfusionsreaktionen

Was sind Transfusionsreaktionen?

Als Transfusionsreaktionen bezeichnet man allgemein Komplikationen nach Bluttransfusionen. Zu den Komplikationen des Immuntyps gehören das chills-hyperthermische Syndrom, allergische Reaktionen und hämolytische Reaktionen (Auflösung von roten Blutkörperchen) nach der Transfusion. Diese entstehen durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen des Spenders oder Empfängers durch eine Bluttransfusion, die nicht gruppenkompatibel ist.

Wie verhalten sich die roten Blutkörperchen während der Transfusion?

Die roten Blutkörperchen des Spenders werden während der Bluttransfusion durch Antikörper zerstört, die nicht mit AB0, Rh oder anderen verträglich sind. Allerdings erfolgt eine Zerstörung der roten Blutkörperchen des Empfängers jedoch nur selten, wenn große Mengen Blut 0 mit Anti-A- und Anti-B-Antikörpern in ein Individuum der Gruppe A oder B transfundiert werden. Dieser Umstand führt zu einer Hämolyse (Zerstörung der Zellmembran, die das rote Blutkörperchen umgibt) seiner roten Blutkörperchen.

Nicht-immune Transfusionsreaktionen einer Bluttransfusion

Zu den nicht-immunen Transfusionsreaktionen gehören unter anderem eine Überlastung des Kreislaufs und eine Infektion durch Kontamination von Entnahmematerialien oder durch die Anwesenheit von Mikroorganismen im transfundierten Blut. Die häufigsten Fälle (rund 80 Prozent) der Infektionen nach der Transfusion sind jedoch auf das Hepatitis-C-Virus (Infektionskrankheit der Leber) zurückzuführen.

 

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