Psychotherapie: Transaktionsanalyse

Was ist eine Transaktionsanalyse?

Die Transaktionsanalyse (TA) ist eine Theorie der menschlichen Person, der sozialen Interaktion und eines Systems der Psychotherapie. Transaktionsanalyse kommt in den Bereichen Psychotherapie, Unternehmensberatung, psychologische Beratung und Erziehung zum Einsatz. Dies kann sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause erfolgen – überall dort, wo Menschen mit Menschen zu tun haben.

TA: Welche Zustände hat eine Person?

Die Basis der Transaktionsanalyse ist die Theorie, dass die Persönlichkeit einer Person drei verschiedene Aspekte aufweist: Eltern, Erwachsene, Kind. Diese Aspekte der Persönlichkeit heißen hier Ego-Zustände (Ich-Zustände). Zu jedem Zeitpunkt befindet sich eine Person in einem der drei Ich-Zuständen. Nach der Transaktionsanalyse kann sich dieselbe Person in einer bestimmten Situation auf der Grundlage eines von drei klar voneinander unterscheidbaren Ich-Zuständen manifestieren:

  • Der Ich-Zustand eines Erwachsenen konzentriert sich auf die Wahrnehmung der aktuellen Realität, auf das Erhalten objektiver Informationen und hängt nicht vom Alter der Person ab. Die Person ist organisiert, gut angepasst, bewertet seine Fähigkeiten, studiert die Realität.
  • Der Ego-Zustand der Eltern enthält Einstellungen und Verhaltensweisen, die von den Eltern übernommen wurden. Dies äußert sich in Vorurteilen und kritischem Verhalten gegenüber anderen.
  • Der Ich-Zustand des Kindes enthält Aufzeichnungen über frühkindliche Erfahrungen und Reaktionen in Bezug auf sich selbst und andere. Verhalten, Gedanken und Gefühle kommen aus der Kindheit. Das Kind zeigt Infantilismus, Selbstsucht, Hilflosigkeit, einen Zustand der Unterwerfung.

Was sind Transaktionen?

Transaktionen sind in der Transaktionsanalyse verbale und nonverbale Interaktionen zwischen Menschen, der Austausch von Einflüssen zwischen den Ich-Zuständen zweier Menschen. Folgende Transaktionsarten unterscheiden Experten:

  • Komplementäre (parallele) Transaktionen: In diesem Fall findet die Interaktion zwischen den Ego-Zuständen der Gesprächspartner statt. Bei diesen Transaktionen treten keine Konflikte auf und die Interaktion kann lange dauern.
  • Cross-Transaktionen: Konflikte sind hier bereits möglich. Solche Transaktionen beginnen mit scharfen Äußerungen, gegenseitigen Vorwürfen.
  • Verborgene Transaktionen: Dies sind die komplexesten Transaktionen, da sie mehr als einen Ego-Status pro Person enthalten. Der Grund ist, dass die Nachricht unter einem sozial verträglichen Anreiz maskiert ist. Die Antwort jedoch wird von der Wirkung der verborgenen Nachricht erwartet.

Welche Funktionen hat die Transaktionsanalyse?

Die Funktionen der Transaktionsanalyse bestehen darin, einer Person zu helfen:

  • unproduktive Stereotype des Verhaltens zu identifizieren;
  • ein neues Wertesystem zu bilden und Entscheidungen auf der Grundlage der Bedürfnisse und Fähigkeiten zu treffen.

 

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