Tränenwegschirurgie

Was ist eine Tränenwegschirurgie?

Die Tränenwegschirurgie umfasst operative Eingriffe an den Tränenwegen, z. B. bei Verengungen der Tränenwege. Eine Verengung der Tränenkanäle ist ein Zustand, in dem die Tränenflüssigkeit nicht entlang der natürlichen Wege abfließen kann. Der Tränenkanal kann in jedem Alter ganz oder teilweise geschlossen werden.

Wie kommt es zu einer Verengung der Tränenwege?

Dies ist auf frühere Infektionen, Krümmung des Nasenseptums, Fremdkörper, Polypen (Nasenpolypen) und andere Ursachen zurückzuführen. Bemerkbar macht sich die Erkrankung durch einen Tränenfluss und eitrigen Ausfluss aus einem erkrankten Auge. Wenn eine konservative Behandlung mit antibakteriellen Medikamenten nicht hilft, wird eine Operation durchgeführt.

Welche Arten der Operationen gibt es?

  • Der Chirurg verwendet eine spezielle starre Sonde, einen Hohlschlauch oder elastische synthetische Fäden, die er in die Tränenöffnung einführt. Damit spült er die Kanäle mit antibakteriellen Mitteln und Desinfektionsmitteln. Der Eingriff dauert nur wenige Sekunden, aber manchmal verspürt der Patient unangenehme Empfindungen.
  • Die Laserbehandlung des Auges ist eine Art von chirurgischem Eingriff, bei dem der Arzt eine neue Verbindung zwischen dem Tränenkanal und der Nasenhöhle herstellt. Bei der Arbeit benutzt der Chirurg einen Laser, der ein Loch in den Nasenknochen macht. Damit bildet er den normalen Abfluss von Flüssigkeit aus der Tränenhöhle wieder neu. Diese Methode wird nicht empfohlen für Erkrankungen der Netzhaut und für Patienten unter 18 Jahren, bei Infektionskrankheiten der Sehorgane und schweren körperlichen Beschwerden, bei Patienten mit Herzschrittmacher und schwangeren Frauen.
  • Bei einer endoskopischen Operation führt der Chirurg einen dünnen Schlauch mit einer Kamera in die innere Ecke des Augenlids direkt in den Eingang des Tränenflusses ein. Auf diese Weise findet der Arzt den Ausgang des Tränenkanals im Nasenloch und nimmt einen kleinen Einschnitt vor. Dies öffnet den Weg zwischen Nase und Tränenkanal. Es sind keine Narben sichtbar.
  • Bei der Dakryozystorhinostomie schneidet der Chirurg während der Operation einen Knochen heraus und bildet anschließend ein neuer Tränenkanal. Durch ein Loch in der Nasenhöhle wird für mehrere Wochen ein spezieller Schlauch eingeführt – so entsteht ein neuer Weg zwischen Nase und Tränenweg. Diese Operation wird bei Patienten mit folgenden Erkrankungen nicht durchgeführt: Fettleibigkeit, Hypertonie (Bluthochdruck), Krümmung des Septums der Nase, Veränderungen in der Nasenschleimhaut einer unklaren Ätiologie und Nasenpolypen.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Augenheilkunde
Augen: Multifokallinsen
Augen: Operationen
Laserbehandlung der Augen
Schiel-Operationen