Tiergestützte Therapie

Was ist eine tiergestützte Therapie?

Die tiergestützte Therapie ist eine der Methoden in der Rehabilitation und Psychotherapie, deren Hauptbestandteil die therapeutische Wirkung auf den Menschen durch Tiere ist. Endorphine, die der Körper beim Kontakt mit Tieren frei setzt, haben eine analgetische Wirkung, sodass eine tiergestützte Therapie die Schwere von Schmerzsyndromen in gewissem Maße verringern kann.

Welche Richtungen in der tiergestützten Therapie gibt es?

Es gibt zwei Richtungen in der tiergestützten Therapie. Die erste ist die eigentliche Therapie mithilfe von Tieren, d. h. Maßnahmen, die auf die Behandlung und Unterstützung abzielen: Entwicklung der motorischen Fähigkeiten, Genesung von schweren Krankheiten, Linderung der Symptome von Geisteskrankheiten und Kontaktaufnahme unter Berücksichtigung der Besonderheiten. Die zweite ist eine allgemeinere Arbeit mit Tieren, die darauf abzielt, bei Patienten positive Emotionen hervorzurufen.

Wann setzt man diese Therapie-Methode ein?

Die tiergestützte Therapie kann verwendet werden bei:

  • Psychosen;
  • Autismus;
  • affektive Störungen;
  • psychologisches Trauma des Kindes;
  • Epilepsie;
  • Cerebralparese;
  • Multiple Sklerose (MS);
  • Demenz;
  • die Folgen eines Schlaganfalls;
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Welche Formen der tiergestützten Therapie gibt es?

Abhängig davon, welches Tier verwendet wird, unterteilt man die tiergestützte Therapie in folgende Typen:

  • Behandlung mithilfe von Hunden findet mit einem speziell ausgebildeten Hund statt. Da der Hund eine stark positive emotionale Wirkung hat, ist seine Hilfe bei der Entwicklung der Motivation für körperliche Aktivität, der Behandlung der Auswirkungen von Stresssituationen, der Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, Cerebralparese und Down-Syndrom
  • Hippotherapie (therapeutisches Reiten) oder Behandlung durch Kommunikation mit Pferden beinhaltet Reiten. Eine solche Therapie wird für Menschen mit psychischen Störungen und Verhaltensstörungen Sie erhöht die psychische Stabilität, reduziert die Manifestationen von Depressionen und Angstzuständen. Die Hippotherapie kann für alle Alterskategorien verwendet werden. Reiten fördert die Koordination und stärkt die Muskeln verschiedener Gruppen.
  • Die Delphintherapie ist für Kinder mit Autismus, Down-Syndrom und Cerebralparese indiziert. Das Schwimmen mit Delfinen hilft dabei, Zellen und Gehirnfunktionen wiederherzustellen, die für bestimmte gestörte physiologische Prozesse verantwortlich sind.
  • Die Katzentherapie stellt die Behandlung der Kommunikation mit Katzen dar. Katzen sind bei der Behandlung von psycho-emotionalen Störungen und des Bewegungsapparates. Als ein Element der Rehabilitationshilfe wird eine solche Tiertherapie bei der Behandlung von Drogenabhängigkeit und Alkoholismus verwendet.

Wie wirkt sich die tiergestützte Therapie aus?

Die Kommunikation mit Tieren löst bei einem Menschen eine Reihe positiver Emotionen aus. Die Wirksamkeit der Technik wird durch das Prisma ihrer Hauptfunktionen beurteilt:

  • Psychotherapeutische Funktion – der direkte Kontakt mit Tieren hilft einer Person, den Grad der Sozialisation sowie die Harmonisierung der zwischenmenschlichen Beziehungen in der Gesellschaft zu erhöhen.
  • Psychophysiologische Funktion manifestiert sich in der allgemeinen Normalisierung der Psyche und Stressabbau.
  • Die Funktion der Kommunikation besteht darin, das Kommunikationsbedürfnis einer Person zu befriedigen.
  • Die Funktion der Selbstverwirklichung besteht darin, das Bedürfnis nach der Bedeutung für andere zu befriedigen.

In welchen Fällen ist die tiergestützte Therapie kontraindiziert?

Wie jede psychotherapeutische Methode hat auch die tiergestützte Therapie Kontraindikationen. Zunächst sind dies verschiedene Arten von Allergien gegen Tierhaare oder Speichel. Zweitens wendet man die Tiertherapie nicht bei akuten Infektionskrankheiten des Patienten an.

 

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