Thrombose: Thrombophilie

Was ist Thrombophilie?

Thrombophilie ist eine erworbene oder erbliche Veranlagung zur Bildung von Blutgerinnseln im Lumen von Blutgefäßen. Sie ist eine Erkrankung, die in Kombination mit anderen Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit von Blutgerinnseln um ein Vielfaches erhöhen kann.

Thrombose ist der Prozess der Bildung von Blutgerinnseln, bei denen die Gefäßwand beschädigt ist. Der Zweck ist es, die Sicherheit des Gefäßsystems zu gewährleisten. Dieser Vorgang ist an sich physiologisch normal und beugt übermäßigem Blutverlust an Schadensstellen vor. Wenn der thrombotische Prozess jedoch übermäßig ist, tritt eine pathologische (krankhafte) Thrombose auf.

Woran erkannt man die Krankheit?

Die Pathologie selbst ist asymptomatisch. Betroffene können keine Manifestationen von Thrombophilie feststellen. Symptome in Form von Ödemen und Schmerzen in den Beinen, Zyanose der Haut, Atemnot, Brustschmerzen und unregelmäßigem Herzschlag sind nicht mit Thrombophilie verbunden. Sondern sie sind Kennzeichen von Thrombosen verschiedener Ausprägungen. Das Auftreten dieser Thrombosen ist jedoch eine Folge der Thrombophilie.

Wenn ein Blutgerinnsel auftritt, machen sich folgende Symptome bemerkbar:

  • Schwierigkeiten beim Atmen;
  • Taubheit der Füße und Unterschenkel;
  • Brustschmerzen beim Einatmen;
  • Schwangerschaftsstörungen, anhaltende Fehlgeburten.

Wie können Ärzte Thrombophilie diagnostizieren?

Aufgrund der Abwesenheit von Symptomen wird bei einer ärztlichen Untersuchung keine Thrombophilie diagnostiziert. Mit dem Auftreten einer Thrombose verschreibt der Arzt eine Reihe von diagnostischen Untersuchungen. Nur mit ihnen lässt sich die Thrombophilie identifizieren und die Ursache ihres Auftretens bestimmen. Zu der Diagnostik gehören:

  • Phlebographie: Röntgenuntersuchung des Venensystems mit Einbringen eines Kontrastmittels in das Blut.
  • Doppler-Sonographie ist ein nicht-invasiver Blutfluss-Test, mit dem Experten die Geschwindigkeit des Blutflusses in verschiedenen Teilen der Venen bewerten können.
  • Angiographie ist ein Ultraschallverfahren, der ein dreidimensionales Bild aller menschlichen Gefäße liefert.
  • Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) sind die genauesten Methoden der modernen Diagnose, mit denen ein dreidimensionales Modell von Blutgefäßen erstellt werden kann.

Was sind Methoden zur Behandlung der Thrombophilie?

Es gibt keine spezifische Behandlung dieser Thromobseform. Die Entscheidung über einzelne Behandlungsschritte trifft ein Arzt auf Grundlage des individuellen Thromboserisikos und der Krankheitsausprägung.

Bei Thrombophilie können Experten Behandlungsmethoden wie Bluttransfusionen (mit niedrigem Gerinnungsfaktor), Medikamente zur Stärkung der Gefäßwände, Antikoagulanzien (hemmen die Blutgerinnung) und Antithrombozytenwirkstoffen (verhindern Thrombose) verordnen.

Um Thrombosen vorzubeugen, werden Wirkstoffe verschrieben, die das Zusammenkleben der Thrombozyten hemmen.

 

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