Thermotherapie

Was ist Thermotherapie?

Die Thermotherapie ist die Zusammenfassung aller medizinischen Verfahren, die über eine Zufuhr oder Abgabe von Wärme oder Kälte eine Wirkung erzielen. Unter Thermotherapie versteht man eine Kombination aus kosmetologischen und physiotherapeutischen Methoden, die die Wärme künstlicher und natürlicher Quellen nutzen.

Die Basis der Thermotherapie ist die Erwärmung bestimmter Körperregionen mit speziellen Infrarotstrahlungsquellen. Unter dem Einfluss von Infrarot-Wärmestrahlung dehnen sich die Blut- und Lymphgefäße aus, wodurch die Durchblutung vieler innerer Organe verbessert wird.

Wann ist diese Therapieform angezeigt?

Die Thermotherapie ist indiziert für:

  • Wiederherstellung der Lymphdrainagefunktion des Körpers;
  • Cellulite und Übergewicht;
  • Durchführung der präoperativen Vorbereitung und postoperativen Rehabilitation;
  • Verringerung der Muskelspannung;
  • Körperkorrektur;
  • Linderung der Muskelverspannungen und Normalisierung des Muskeltonus;
  • Wiederherstellung der körperlichen Immunität, Entspannung und Abbau von emotionalem Stress.

Wie wird die Therapie durchgeführt?

Für die Thermotherapie wird ein spezieller Einweganzug aus Polyethylen verwendet, der mit den für die Infrarotheizung erforderlichen Sensoren ausgestattet ist, die am Unterkörper (Füße, Gesäß, Beine, Bauch) getragen werden. Am oberen Teil des Körpers legt man einen Anzug für die Drucktherapie an. Dieser ist zum Pumpen von Luft erforderlich, wodurch von unten nach oben ein wellenförmiger Druck entsteht.

So gibt es eine Kombination des thermischen Effekts, der für eine Vasodilatation sorgt, die zu einem erhöhten Blutfluss und beschleunigten Stoffwechselprozessen in der Haut führt, mit einem mechanischen Effekt, der einen Lymphdrainageeffekt hat, der den Gewebeton verbessert. Beim Einschalten des Geräts beginnt eine lokale Erwärmung des Gewebes auf eine Tiefe von drei bis vier Zentimeter.

Weitere Effekte der Thermotherapie

Gleichzeitig mit der Erwärmung tritt ein mechanischer Effekt auf: Es wird abwechselnd Luft mit hohem und niedrigem Druck zugeführt, die wellenförmig durch das behandelte Körperteil strömt. Dieser Effekt hat eine Lymphdrainage-Wirkung, wodurch das Ödem beseitigt wird, was auch zur Korrektur des Volumens in Problembereichen sowie zur Beseitigung von Cellulite beiträgt.

In welchen Fällen ist Thermotherapie kontraindiziert?

Gegenanzeigen zur Thermotherapie sind:

  • Hämophilie, Blutkrankheiten;
  • Fieber;
  • Steine in der Prostata;
  • Schwangerschaft, Stillzeit;
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems;
  • akute Prostatitis (Entzündung der Prostata), Prostatatuberkulose in der aktiven Phase;
  • eitrige Prozesse in der Gebärmutterhöhle, Eierstöcken oder Eileitern;
  • Verschlimmerung chronischer Krankheiten;
  • Hautkrankheiten, offene Hautläsionen, Entzündungen;
  • Stoffwechselkrankheiten;
  • onkologische Erkrankungen;
  • Erkrankungen der Schilddrüse, Nebennieren;
  • Herzschrittmacher, Prothesen, Metallstangen.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Physikalische und Rehabilitative Medizin