Tetanus

Was ist Tetanus?

Tetanus ist eine schwere Krankheit, die durch ein Toxin eines Bakteriums namens Clostridium tetani verursacht wird. Dieses Toxin wirkt wie ein Gift, das auf das zentrale Nervensystem wirkt. Clostridium tetani-Bakterien kommen im Boden, im Kot und im Maul der Tiere vor. In Form einer Spore können die Bakterien im Boden inaktiv bleiben, obwohl sie mehr als vier Jahrzehnte lang ansteckend bleiben können.

Ursachen der Krankheit

Die Krankheit überträgt sich, wenn Wunden durch die Bakterien infiziert werden. Die Sporen aktivieren und verbreiten sich im Körper und produzieren ein Gift namens Tetanustoxin. Dieses Toxin blockiert Nervensignale vom Rückenmark zu den Muskeln und kann Muskelkrämpfe verursachen.

Welche Symptome treten bei Tetanus auf?

Der Zeitraum zwischen der Infektion und der Manifestation des ersten Symptoms kann zwischen sieben und 21 Tagen variieren. Die Symptome der Erkrankung beginnen meist mit leichten Krämpfen in der Kiefermuskulatur (Trismus). Spasmen können auch in anderen Teilen des Körpers auftreten. Muskelkrämpfe im Rücken können eine Wölbung (Opisthotonus) verursachen. Sie können auch Muskeln betreffen, die bei der Atmung helfen, was zu Atemproblemen führen kann.

Es können auch andere Symptome auftreten, wie zum Beispiel:

  • Sabbern;
  • übermäßiges Schwitzen;
  • Fieber;
  • Krämpfe in den Händen oder Füßen;
  • Reizbarkeit;
  • Schluckbeschwerden;
  • unkontrollierter Stuhlgang.

Eine Impfung schützt

Tetanus ist eine durch Impfung vollständig vermeidbare Krankheit, die aus drei Dosen besteht. In den ärmsten Ländern ist Tetanus eine Todesursache bei Neugeborenen und Müttern nach der Geburt. Es ist wichtig zu betonen, dass bei dieser Krankheit die Geimpften nicht als Schutzschild für die Ungeimpften dienen (keine Gruppenimmunität), sodass nur eine individuelle Impfung die Krankheit verhindern kann. Alle sollten sich impfen lassen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene, die nicht geimpft sind, da die Krankheit jeden befallen kann.

Der Impfstoff wird intramuskulär in den Oberschenkel oder Arm verabreicht und kann mit anderen Impfstoffen, die am selben Tag verabreicht werden, kompatibel sein. Die Impfung hat im Allgemeinen keine unerwünschten Wirkungen. Es können jedoch Reaktionen wie Fieber, leichte Schwellung oder Rötung an der Injektionsstelle oder Schläfrigkeit auftreten.

Wie erfolgt die Diagnose von Tetanus?

Man sollte so schnell wie möglich einen Spezialisten aufzusuchen, wenn:

  • man eine offene Wunde hat, die mit dem Boden in Kontakt gekommen ist;
  • die Verletzung wurde im Freien verursacht;
  • man in den letzten fünf Jahren keine Tetanusauffrischung erhalten hat oder über den Impfstatus unsicher ist;

Obwohl es keinen spezifischen Labortest gibt, der die Diagnose Tetanus stellen kann, sind andere Tests durchführbar, um andere Krankheiten wie Meningitis, Tollwut oder andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen abzuklären.

Mögliche Komplikationen und Behandlungsmethoden

Es gibt mehrere Komplikationen, die bei Tetanus auftreten können, wie Atemstillstand, Herzinsuffizienz, Lungenentzündung, Muskelschäden, Atemwegsobstruktion sowie Hirnschäden aufgrund von Sauerstoffmangel bei Spasmen.

Es ist wichtig  zu beachten, dass ohne Behandlung einer von vier Infizierten stirbt. Bei richtiger Behandlung sterben jedoch weniger als 15 Prozent der Infizierten. Wenn die Person die akute Phase der Krankheit überlebt, ist die Genesung in der Regel abgeschlossen.

Die Behandlung umfasst Bettruhe, Medikamente zur Neutralisierung des Giftes, Muskelrelaxantien und Antibiotika. Eine kleine Operation kann durchgeführt werden, um die Wunde zu reinigen und die Quelle des Giftes zu entfernen.

 

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