Telemedizin

Was ist Telemedizin?

Telemedizin ist der elektronische Austausch medizinischer Daten über große Entfernungen. Es ist die Bereitstellung von medizinischen Diensten aus der Ferne (z. B. Überwachung des Zustands und der Konsultation des Patienten) und die Interaktion von Medizinern untereinander mithilfe von Telekommunikationstechnologien. Telemedizin ist eine Richtung an der Schnittstelle mehrerer Bereiche: Medizin, Telekommunikation, Informationstechnologie, Bildung.

Gegenstand der Telemedizin ist die Weitergabe medizinischer Informationen zwischen voneinander entfernten Orten, an denen sich Patienten, Ärzte oder andere medizinische Leistungserbringer befinden. Sie kann auch zwischen einzelnen medizinischen Einrichtungen stattfinden.

Wo wird Telemedizin eingesetzt?

Telemedizintechnologien können in nahezu allen medizinischen Bereichen eingesetzt werden, beispielsweise in der:

  • Pädiatrie (Kinder- und Jugendmedizin: ein krankes Kind muss nicht mehr zum Arzt gebracht werden),
  • Psychotherapie (Online-Sitzungen werden durchgeführt),
  • Dermatologie (dank hochwertiger Bilder können Hautärzte Patienten untersuchen, die an Psoriasis, Ekzemen usw. leiden),
  • Neurologie (unter Verwendung von Fernüberwachung werden Blutdruckindikatoren an einen Spezialisten weitergeleitet) oder
  • Notfallmedizin (in einer Situation, in der einer Person schnell geholfen werden muss und der Rettungsmediziner noch nicht eingetroffen ist – wiederbelebende Maßnahmen z. B.; oder wenn Zeit dafür ist, den Patienten in eine (andere) Klinik zu transportieren, kann ein Fachmann das Leben des Patienten retten).

Welche Arten gibt es in der Telemedizin?

Folgende Telemedizinformate werden unterschieden:

  • Ferninteraktion von Medizinern untereinander, um sich zu Ergebnissen diagnostischer Untersuchungen zu äußern;
  • Ferninteraktion von Medizinern mit Patienten und (oder) ihren gesetzlichen Vertretern;
  • Fernüberwachung des Gesundheitszustands des Patienten (einschließlich Abrufen von Daten zum Gesundheitszustand des Patienten im automatischen Modus bei Verwendung von Medizingeräten mit Datenübertragungsfunktionen, z. B. Blutdruckmessgerät, Elektrokardiogramm).

Mit Hilfe dieser Technologien kann beispielsweise ein entfernter Patient mit hochqualifizierter medizinischer Versorgung betreut werden. Ärzte können eine Diagnose auf der Grundlage von Röntgen-, MRT- oder Computertomographie-Bildern, Elektrokardiogrammen (Messung der Herztätigkeit) oder anderen Daten aus Laboruntersuchungen und Daten medizinischer Hausgeräte eines Patienten erstellen.

 

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