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Substitutionsbehandlung

Was ist die Substitutionsbehandlung?

Die Substitutionsbehandlung umfasst die Behandlungsmethode, bei der dem Patienten fehlende oder nicht ausreichend vorhandene Stoffe zugeführt werden (zum Beispiel Vitaminzufuhr bei Vitaminmangel).

Eine Vitamintherapie ist die Verwendung von Vitaminpräparaten zu therapeutischen Zwecken sowie bei Vitaminmangel (Substitutionsbehandlung). Die Vitamintherapie wird verschrieben, um den erhöhten Bedarf des Körpers an Vitaminen unter bestimmten physiologischen Bedingungen (während der Schwangerschaft, Stillzeit) zu decken.

Bei der Substitutions-Vitamintherapie wird bei Hypo- oder Avitaminose ein Vitaminpräparat verabreicht (zum Beispiel bei Patienten mit Pellagra – Nikotinsäure, Skorbut – Ascorbinsäure). Vitaminpräparate regulieren den Gewebestoffwechsel im Körper.

Welche Vitamine werden bei der Substitutionsbehandlung eingesetzt?

Folgende A- und B-Vitamine können bei einer Vitamintherapie zum Einsatz kommen:

  • Vitamin A wird für verschiedene Verletzungen der Verhornung der Haut, Erkrankungen des Verdauungssystems, Nachtblindheit und andere Augenkrankheiten verwendet.
  • Vitamin B1 wird bei Neuritis, Gastritis, Vergiftung, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (Gefäßkrämpfe), Lebererkrankungen und Diabetes.
  • Vitamin B2 wird bei Ekzemen, schlecht heilenden Wunden und trophischen Geschwüren, Mastitis und Brustwarzenrissen bei stillenden Frauen, Blepharitis, Keratitis, Nachtblindheit und Erkrankungen des Verdauungstrakts angewendet.
  • Vitamin B6 wird bei der Toxikose schwangerer Frauen, bei Erkrankungen des Nervensystems, des Verdauungstrakts und bei Hautkrankheiten angewendet.
  • Vitamin B3 wird bei Polyneuritis, Darmatonie, Bronchitis, Bronchopneumonie und allergischen Erkrankungen verschrieben.
  • Vitamin B12 hat eine therapeutische Wirkung bei verschiedenen Anämien, Strahlenkrankheiten, Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) und einigen Erkrankungen des Nervensystems.
  • Vitamin B15 wird zur Verbesserung des Stoffwechsels (Steigerung des Fettstoffwechsels, Sauerstoffaufnahme durch das Gewebe) bei Hypoxie, koronarer Arteriosklerose, Erkrankungen nach Infarkt, Lungenerkrankungen und Hepatitis

Weitere Vitamine, die bei verschiedenen Erkrankungen verschrieben werden

  • Vitamin C wird verschrieben bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, Blutungen, Allergien, Kollagenose, Atherosklerose, Infektionskrankheiten und Vergiftungen.
  • Vitamin P wird zur Erhöhung der Zerbrechlichkeit und Durchlässigkeit von Kapillaren, Allergien und akuter Glomerulonephritis mit Blutungen angewendet.
  • Vitamin D2 wird bei Verletzung des Kalziumstoffwechsels bei Rachitis, Osteoporose, Osteomalazie und Lupus erythematodes verschrieben.
  • Vitamin E wird bei fortschreitender Muskelatrophie, Thrombophlebitis und Phlebitis, absterbender Endarteritis, trophischen Geschwüren, Kollagenosen, Sklerodermie des Neugeborenen, Vergiftungen zur Vorbeugung von spontanen Aborten und Toxinen schwangerer Frauen verabreicht.
  • Vitamin K wird bei Blutungen angewendet, die mit einem Mangel an Prothrombin im Blut einhergehen. Bei der Polyhypovitaminose sowie zur Verstärkung der Wirkung von Vitaminen werden Multivitaminpräparate eingesetzt.
  • Nikotinsäure hat eine therapeutische Wirkung auf Pellagra, einige Psychosen, Koronaratherosklerose, Gefäßkrämpfe, Magengeschwüre, Blei-, Benzol-, Arsen- und Quecksilbervergiftung.

 

Bildnachweis: silviarita | pixabay

 

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