Stoffwechsel

Was ist der Stoffwechsel?

Als Stoffwechsel bezeichnet man die Gesamtheit der biochemischen und energetischen Prozesse, die in lebenden Organismen ablaufen. Bei den chemischen Umwandlungen, die im Organismus kontinuierlich ablaufen, lassen sich zwei Phasen erkennen: Abbruch- oder Spaltprozesse (Katabolismus). Durch diese Prozesse wandeln sich die Stoffe in kleinere Moleküle mit anschließender Energiefreisetzung um. Synthese- oder Aufbauprozesse (Anabolismus) stellen aus Elementarmolekülen unter Energieverbrauch größere und komplexere Stoffe her.

Was passiert bei Stoffwechselprozessen?

Die bei den Abrissprozessen beim Stoffwechsel freigesetzte Energie wird teilweise in Form von Wärme an den Körper abgegeben und teilweise für den Aufbau neuer Moleküle wiederverwendet. Die aufgenommene Nahrung durchläuft einen Stoffwechsel, der darauf abzielt, die in ihr enthaltene Energie zu nutzen. Diese Energie tritt hauptsächlich in Form von Wärme auf, um die Körpertemperatur bei 37 Grad stabil zu halten, sowie in Form von mechanischer Energie, die für die Muskelarbeit erforderlich ist.

Was ist der Basalstoffwechsel

Der Basalstoffwechsel entspricht dem minimalen Energiebedarf des Körpers in einem Zustand körperlicher, verdauungsbedingter und emotionaler Ruhe. Er ist von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Körperoberfläche (tatsächlich ist sie bei Personen von kleiner Statur größer, da sie eine proportional größere Körperoberfläche haben);
  • Alter (der Grundumsatz ist bei Säuglingen größer und bei älteren Menschen geringer);
  • Geschlecht (er ist bei Frauen geringer als bei Männern);
  • Klima (er ist in kalten Klimazonen höher als in gemäßigten Klimazonen);
  • Ernährungszustand (er nimmt während des Fastens oder bei vegetarischer Ernährung ab, während er bei hyperproteischer Ernährung zunimmt);
  • Gesundheitszustand (Fieber erhöht den Basalstoffwechsel um 13 Prozent bei jedem Grad der Erhöhung der Körpertemperatur);
  • hormonelle Wirkungen (Hyperthyreose, psychophysischer Stress, Schwangerschaft erhöht den Basalstoffwechsel).

Um zu bestimmen, wie viele Kalorien ein Individuum zum Leben und zur Ausübung seiner Aktivitäten benötigt, ist nicht nur der Grundstoffwechsel zu berücksichtigen. Sondern auch die Menge an Kalorien, die man bei der Ausübung einer bestimmten Arbeit verbraucht, sowie der Energieverbrauch, der für die normale körperliche Aktivität erforderlich ist.

Stoffwechsel und Energiebedarf

Der Gesamtenergiebedarf kann bei Personen, die intensive Muskelarbeit leisten, auf Werte ansteigen, die drei bis viermal höher sind als die des Grundbedarfs. Im Prinzip müssen bei erwachsenen Personen (die keine Wachstumsprobleme haben) die in der Nahrung enthaltenen Kalorien ihrem Energiebedarf entsprechen. Wenn das Individuum mehr Kalorien verbraucht als es selbst zu sich nimmt, werden die angesammelten Reserven des Körpers aufgebraucht und das Individuum verliert an Gewicht. Übersteigt dagegen der Kalorienwert der eingebrachten Nahrung die verbrauchte Energie, verwandelt sich die Energie in Fett und es kommt zu einer Körpergewichtszunahme. 

 

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