Staublungenkrankheiten

Was sind Staublungenkrankheiten?

Die Staublungenkrankheiten gehören zur Gruppe der Erkrankungen der Atemwege, die mit einem längeren Einatmen staubkontaminierter Luft verbunden sind und durch die Bildung einer diffusen Fibrose (Narben) im Lungengewebe verursacht werden.

Wer ist gefährdet?

Der Hauptgrund für die Entwicklung der Pathologie ist das längere Einatmen von Staub in einer hohen Konzentration organischen oder chemischen Ursprungs. Das Einatmen von Staub in die Lunge führt zur Entwicklung einer chronischen Entzündung, die sich in einer Proliferation (schnelles Wachstum) des Bindegewebes äußert.

Zu der Risikogruppe gehören Personen, die bestimmte berufliche Tätigkeiten ausüben. Diese können beispielsweise sein:

  • Bergleute;
  • Metallarbeiter;
  • Arbeiter in der Baumwollindustrie und andere.

Was sind typische klinische Anzeichen der Staublungenkrankheiten?

Die Hauptsymptome der Staublungenkrankheiten sind:

  • Schmerzen in der Brust: Anfangs können Schmerzen nur gelegentlich auftreten und sich durch Einatmen und Husten verschlimmern, aber mit fortschreitender Krankheit werden sie dauerhaft;
  • Husten;
  • Kurzatmigkeit.

Patienten klagen zunächst über Atemnot, Husten mit einer leichten Sputumtrennung, Schmerzen in der Brust, im inter- und subkapulären Bereich. Sehr oft treten bei den Patienten verschiedene Infektionen der Atemwege auf, da die Abwehrmechanismen im Lungengewebe geschwächt sind. Mit dem Fortschreiten einer Staublungenkrankheit ist auch das Herz-Kreislauf-System in den pathologischen Prozess involviert.

Im Laufe der Zeit entwickeln die Patienten eine zunehmende Schwäche, leichtes Fieber, Schweiß verstärkt sich, das Körpergewicht nimmt ab, Atemnot tritt auf. Mit weiterer Entwicklung der Krankheit treten Symptome einer Ateminsuffizienz auf und es kommt zu Bluthochdruck.

Was ist wichtig bei der Behandlung von Staublungenkrankheiten?

Für eine wirksame Behandlung muss man den Kontakt mit dem gefährlichen Wirkstoff, der die Krankheit verursacht hat, beenden. Die Therapie einer Staublungenkrankheit zielt darauf ab, das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen, Symptome und Begleiterkrankungen zu beseitigen und die Entwicklung von Komplikationen zu verhindern. Besonderes Augenmerk legt man auf eine gute Ernährung. Bei Bedarf verschreibt der Arzt eine Pharmakotherapie und Physiotherapie.

Die wichtigsten Medikamente für die Behandlung von Staublungenkrankheiten sind:

  • hormonelle Kortikosteroid-Medikamente, die nur mit dem raschen Fortschreiten der Krankheit angewendet werden;
  • Enzympräparate;
  • Antihistaminika.

Parallel dazu ist eine symptomatische Behandlung angezeigt, die auf Folgendes abzielt:

  • Bekämpfung bakterieller Komplikationen;
  • Verbesserung der Sputumdrainage;
  • Temperaturreduzierung usw.

 

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